1. Gaia - Teil 03


    Datum: 31.03.2022, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... genießend ein Stück Schokolade schmecken ließen und mit dem Wein herunterspülten. Christiane kletterte sichtbar geschafft und mit wackligen Beinen zu mir nach vorne.
    
    -"Das war knapp." sprach mich Christiane an. „Verdammte römische Arschlöcher."
    
    -"Naja ich glaube schlimmstenfalls wären wir abgewiesen worden. Dann hätten wir es an einem anderen Tor nochmal versuchen oder uns etwas anderes einfallen lassen müssen."
    
    - „Nun gut. Was wollen wir jetzt tun? Uns erst einmal umsehen oder zum Markt? Ich denke der Markt wäre wohl besser. Wir haben nicht endlos Zeit und müssen noch unsere Waren loswerden. Die nächste Begegnung würde ich lieber mit Geld anstatt meiner Fotze lösen."
    
    -"Naja wir sind jetzt in der Stadt. Die Waren brauchen wir nicht mehr unbedingt."
    
    -"Die Leute kannst du auch so wegbringen oder?"
    
    -"Das ja, aber wen? Ich denke durch den Markt ist schon eine gute Idee. Da können wir schon einmal besser mit ein paar Leuten ins Gespräch kommen und filtern. Wir können schließlich nicht alle mitnehmen. Bei Ausgrabungen wurden noch Leute in der Stadt ausgegraben. Und ich mag dennoch nicht auffallen auch wenn hier in 2 Tagen alle noch Verbliebenen tot sein werden. Es muss nur jemand noch aus der Stadt kommen der alles mitangesehen hat und mit dem wir nicht gerechnet haben und die Geschichte ist verändert, also bleiben wir unter dem Radar. Außerdem hab ich schon eine Idee."
    
    -"Es ist 79 nach Christus. Es gibt noch kein Radar."
    
    -"Das weiß ich auch."
    
    -"Dann ...
    ... pass auf was du sagst. Auffallen kann man auch anders."
    
    -"Das ist schon klar. Aber im Moment sind wir unter uns. Von daher..."
    
    -"Wie sieht denn dein Plan aus?" -"Das erfährst du schon noch. Hilf mir beim Aufbauen unseres Standes."
    
    Die nachfolgenden 12 Stunden haben wir damit verbracht unseren Stand auf und wieder abzubauen, mit Leuten zu sprechen und Geld einzunehmen, was wir für meinen Plan noch brauchen würden. Am Ende des Tages verkaufte ich die Reste günstig an einen anderen Händler vor Ort. Besonders durch die Schokolade bekamen wir doch noch eine recht ordentliche Summe zusammen. Den Rest des Tages kundschafteten wir die Stadt aus, machten unauffällig ein paar Aufnahmen der Stadt für unsere historische Datenbank auf Gaia und suchten uns ein Gasthaus in dem wir nächtigen würden. Da wir mittlerweile eine recht ansehnliche Summe bei uns trugen hielten wir abwechselnd in der Nacht wache. Bereits am Tag waren uns mehr als ein paar Augen aufgefallen, welche sehnsüchtig nach unserem Münzbeutel schielten.
    
    Der Tag begann früh. Etwa um 4 Uhr morgens wurden wir durch ein kräftiges Beben geweckt, dass das Gebäude und uns darin ordentlich durchschüttelte. Und auch die Rauchschwaden vom Vesuv die immer mal wieder zu sehen waren wurden stärker. Lange würde es nicht mehr dauern. Unser Frühstück nahmen wir daher im Gehen ein. Ziel war ein Sklavenmarkt direkt am Hafen der Stadt. Und kaum, dass wir dort angekommen waren, verzog sich Christianes Gesicht ins Unkenntliche und war ...
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