1. Der Ersatzcuckold 01


    Datum: 14.04.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    © by caliban66
    
    Heriberts Träume von einem Leben als Cuckold werden entdeckt
    
    „Oh Heribert, was bist du nur für ein Schweinchen! Weiß deine Frau eigentlich, dass du dir ständig Cuckoldfilme anschaust und dabei wichst? Und dass es dir kommt, wenn im Film der Cuckold das Fremdsperma aus der Möse seiner Frau leckt? Kann mir nicht vorstellen, dass Ilona davon begeistert wäre."
    
    Noch niemals in meinem ganzen Leben war ich derart erschrocken wie nach der Lektüre dieser Zeilen. Wer um Himmels willen hatte das geschrieben? Jedes Wort entsprach der Wahrheit, nur war ich mir bis vor wenigen Minuten absolut sicher gewesen, dass niemand -- NIEMAND -- davon die geringste Ahnung hätte. Und nun dieser Brief, der ohne Absender, ohne Marke und an mich persönlich adressiert im Briefkasten gelegen hatte. Das war mit Sicherheit kein Schuss ins Blaue, denn nicht nur stimmte der Name meiner Frau, sondern die kurze Aussage war so detailgetreu, dass ich es selber kaum prägnanter hätte formulieren können. In meiner Fantasie war auf sexuellem Gebiet nichts so erstrebenswert, wie ein Cuckold zu sein. Doch davon konnte ich nur träumen, Ilona würde da niemals mitmachen.
    
    Wer konnte das geschrieben haben. Ich hatte keinen Hinweis, außer dass das Papier leicht nach Parfüm duftete, was auf eine Autorin schließen ließ. Vollkommen rätselhaft allerdings war, wie diese Frau an ihre Kenntnisse gekommen sein konnte. Es sei denn ...
    
    Oh Mann! Wie der Wind sprintete ich zu meinem PC, setzte mich davor ...
    ... und drehte den Stuhl, sodass ich mit dem Rücken zum Bildschirm saß. Durch das Fenster schräg hinter mir konnte ich in circa hundert Meter Entfernung ein mehrstöckiges Haus sehen. Sollte da jemand mit einem starken Fernrohr ...?
    
    In diesem Moment klingelte das Telefon.
    
    „Na, hast du es jetzt kapiert? Ich beobachte dich schon seit Wochen."
    
    Am liebsten hätte ich mich in ein Mauseloch verkrochen. Konnte es etwas noch Peinlicheres geben? Diese Frau, die Stimme belegte ihr Geschlecht, wusste mehr von mir als jeder andere Mensch, dabei hatte ich nicht die geringste Ahnung, wer sie war, wie sie aussah, oder wie alt sie war. Hatte sie mich auch gefilmt? Hatte sie mich in der Hand?
    
    „Was willst du?", fuhr ich sie in groben Worten an. Leider gab es keine Nummer im Display, mittels derer ich hätte recherchieren können.
    
    „Nun sei doch nicht gleich so unflätig. Mir hat es gefallen, dir beim Wichsen zuzusehen, das machst du wirklich fotogen. Und ich rufe an, weil ich dir einen Vorschlag unterbreiten möchte."
    
    „Was für einen Vorschlag?", fragte ich mit derselben Derbheit. Ich war immer noch vollkommen schockiert. Bis ins Herz getroffen.
    
    „Solange du in dieser miesen Stimmung bist uns so blöd antwortest, rede ich nicht weiter mit dir. Beruhige dich erst mal und glaub mir: Ich will dir nichts Böses. Tschüss dann, ich ruf wieder an."
    
    Und schon wurde auf der anderen Seite aufgelegt.
    
    Es kamen Tage, die mir in unangenehmster Erinnerung geblieben sind. Jeder einzelne war eine ...
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