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Duschkonzert
Datum: 27.08.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... leicht, denn vor zwei Jahren steckte ich noch in einer Beziehung, deren Ende mich dann eher unvorbereitet traf. Aber der Gedanke an Mara hatte mich auf alle Fälle mehr beschäftigt, als das in einer gesunden Beziehung normal gewesen wäre. Wir verstanden uns gut, aber weiter geschah nichts. Mit der Zeit fanden wir andere, engere Freunde im Chor und hingen, ohne dass das irgendwie bewusst geschah oder dass wir es gleich bemerkten, immer seltener aufeinander. Im Grunde registrierte ich es erst so richtig nach der Trennung von Kirsten. Und seither tauchte Mara wieder häufiger in meinen Träumen auf. Das alles muss man wissen, oder vielleicht auch nicht..., um zu verstehen, wie mich der Gedanke, dass Mara gerade keinen Meter von mir entfernt nackt unter der Dusche stand, vollkommen aus der Bahn warf. Ich konnte nicht anders, als daran zu denken, wie das Wasser, wie der Schaum der Seife über ihre weiße Haut, ihren schlanken Körper lief. Wie ihre schmalen Hände über ihren Bauch, über ihre Brüste strichen. „Noch müde?", rief sie. „Was?" „Du bist so still", erklärte sie. „Ja", gab ich einfallslos zurück. „War noch spät gestern." Der Chor war gestern am späten Nachmittag in der Jugendherberge eingetroffen und wir hatten tatsächlich noch bis spät am Abend geprobt. Einmal im Jahr, kurz vorm Jahreskonzert, unternahmen wir diese Fahrten, die aus zwei Gründen durchaus anstrengend werden konnten. Zum einen wurde tatsächlich hart gearbeitet. Zum anderen wurde danach ...
... hart gefeiert. „Kannst du laut sagen", gab Mara zurück. Ich war inzwischen eigentlich fertig. Das Shampoo war aus den Haaren gespült und ich hätte das Wasser abdrehen können. Die Vorstellung von Mara auf der anderen Seite der Wand hielt mich aber unter der Dusche fest. „Hey, der Brahms ist genial, oder?", rief Mara von der anderen Seite herüber. „Ja", gab ich zurück und das war nicht einmal gelogen, „aber beim hohen f muss ich passen..." „Ist auch eher eine Eunuchenlage, oder?", erwiderte Mara und ich hörte ihr Grinsen in der Stimme. „Liegt dir nicht?" „Nicht wirklich." „Hätte ich auch nicht gedacht." Was? „Über was du dir so Gedanken machst", gab ich lahm zurück. „Du machst dir keine Vorstellung." Was geschieht hier gerade? Ich wusste nicht weiter. Nachdem ich so lange nach einer schlagfertigen Antwort gesucht hatte, dass auch die beste Antwort nicht mehr schlagfertig gewesen wäre, drehte ich das Wasser ab und begann, mich abzutrocknen. „Fertig?", kam es von nebenan. „Ja." „Ich auch", sagte Mara und gleich darauf stoppte das Rauschen des Wassers. Ich war unschlüssig. Ich war beinahe trocken, doch meine Klamotten lagen draußen auf dem Fenstersims. Aber ich konnte mich ja nicht draußen anziehen, wenn Mara jeden Moment aus der Kabine kommen würde. „Ist das kalt!", rief Mara neben mir. Unwillkürlich stellt sich bei mir das Bild von Gänsehaut in ihrem Nacken und von hart aufgerichteten Brustwarzen ein. Bilder liefen vor meinem ...