1. Vorurteile


    Datum: 08.09.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... besser geworden, aber noch lange nicht gut.
    
    "Wollen wir es versuchen?", fragte sie. "Unsere Biografien sind nicht so weit auseinander. Es könnte klappen."
    
    "Mit dem Sex, ja", schränkte ich ein. "Was ist mit den anderen Dingen des Lebens?"
    
    "Hätte ich fast vergessen", lachte sie. "Stimmt, da ist ja noch mehr."
    
    Wir unterhielten uns noch eine Weile über unsere Weltanschauung. Natürlich gab es da Differenzen, aber weit lagen wir nicht auseinander. Sie unterstützte Greenpeace, ich Lobby Control. Eine gute Basis. Vermutlich würde sie mich zur nächsten Demo "Omas gegen rechts" einfach mitschleifen.
    
    "Also gut. Zu dir oder zu mir?", fragte ich schließlich.
    
    "Weder noch", antwortete sie. "Ich möchte neutralen Boden. Ein Hotelzimmer fände ich ganz nett."
    
    Also gingen wir ins Hotel. Doppelzimmer inkl. Frühstück 120 Ocken. Was tut man nicht alles für die Neue. Erika begann sich ohne Umstände auszuziehen. Ein Korsett kam zum Vorschein.
    
    "Brauchst du Hilfe?", fragte ich.
    
    Irgendwie putzig, dass sie in ihrem Alter noch Eindruck schinden wollte. Ob meine extra enge Unterhose da mithalten konnte?
    
    "Das wäre nett", grinste sie.
    
    "Wie bist du hineingekommen?"
    
    "Meine Mutter hat mir geholfen."
    
    Aha. Eine Schwiegermutter würde es also auch geben. Ich pellte Erika aus dem Teil, sie machte den Rest. Stand schließlich unbekleidet vor mir und sah mich erwartungsvoll an. Kleidergröße 44 konstatierte ich, Pölsterchen an den richtigen Stellen. Volle Brüste, deren Warzen ...
    ... sich der Schwerkraft geschlagen gegeben hatten. Ich staunte über ihre Schamlippen. Ich hab keine Ahnung, ob Schamlippen bei Frauen ein Leben lang wachsen wie bei Männern die Ohrmuscheln, aber haben sie mal eine Oma gesehen, die alles unter Putz hat, wie die jungen Mädels? Schauen sie mal im Internet, ich hab noch keine gefunden. Erika machte da keine Ausnahme, im Gegenteil. Mir war sofort klar, dass ich unbedingt versuchen würde, da einen Knoten reinzumachen.
    
    "Wage es dich!", wurde ich angepflaumt.
    
    "Was?"
    
    "Das, was du gerade denkst."
    
    "Ach", grinste ich und zog mich unter ihren ebenso kritischen Augen aus.
    
    Wehe, sie würde einen Kommentar zu meinem Bierbauch machen. So hatte der Arbeitslose wenigstens ein Dach über dem Kopf. Schließlich legte ich meinen Prachtkerl frei. Na gut, ehemaligen Prachtkerl. Nicht, dass er abgenutzt und geschrumpft wäre, nein, so schlimm war es noch nicht. Aber statt täglich wollte er die letzte Zeit nur noch wöchentlich. Mal mehr, mal weniger. Meistens nahm ich ihn nur zum Pinkeln in die Hand, was mir vor vierzig Jahren nicht passiert wäre. Schwielen an der Hand würde ich bei dem Bedarf jedenfalls keine kriegen. Inzwischen waren die Glocken länger als das Seil. Also wenn er nicht stand, wie meistens. Doch trotz aller Selbstkritik, Erika schaute erfreut.
    
    "Er steht", kommentierte sie. "So gefällt er mir."
    
    Sie griff zu und zog mich zum Bett. Dann schlug sie die Bettdecke ordentlich zurück, setzte sich und schlang ihre Lippen um die ...