1. Am Arsch der Welt


    Datum: 10.11.2022, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... bekommen."
    
    "Aber im Supermarkt ..."
    
    "Supermarkt? Ha ha. Ich hab nur Speiseöl gesehen und das rußt wie Teufel."
    
    "Das wusste ich nicht", gab Serge kleinlaut zu und schaute verblüfft, als Svenja begann sich auszuziehen.
    
    Bisher hatten sie angezogen genächtigt. Mehr oder weniger eng aneinandergeschmiegt zwar, aber immer noch mit ordentlich Kleidung dazwischen.
    
    "Was ist?", fragte seine Begleitung. "Ich gehe mich waschen und du hast es ebenso nötig. Also auf, mach, mach."
    
    "In diesen kalten Bach?"
    
    "Wo sonst? Für den Ofen brauchen wir Holz und das müssen wir uns erst besorgen. Also komm schon, du Feigling. Ich schaue dir schon nichts weg. An dir ist eh nichts dran."
    
    Dafür konnte Serge seinen Blick nicht von ihr wenden. Svenja war nicht dick, das traf es nicht, eher war kompakt der richtige Ausdruck. So, wie er sie schon am Unglücksort tituliert hatte. Rundes Gesicht, strahlende unbekümmerte Augen, brünettes mittellanges Haar. Ungepflegt und wirr, aber er sah mit seinem beginnenden Bart bestimmt nicht besser aus. Die Brüste waren kleiner, als er vermutet hatte, die dunklen Brustwarzen zeigten leicht gen Süden. Von Taille keine Spur, ihre Konturen gingen wie ein Lineal gerade durch zu ihren Beinen. Eigentlich waren die gar nicht dick, stellte er fest, nur etwas zu kurz geraten.
    
    "Hast du genug gesehen?", wurde er unterbrochen.
    
    Ihre Augen lächelten nicht. Im Gegenteil, ernst, fast böse schaute sie ihn an.
    
    "Entsch ..."
    
    "Lass das. Zieh dich endlich ...
    ... aus und komm. Wir werden uns aneinander gewöhnen müssen."
    
    Damit stapfte sie los und Serge blickte ihr kopfschüttelnd hinterher. Was meinte sie? Etwa auch - Sex? Er und diese doppelt so alte Frau? Sollte ausgerechnet sie seine Erste werden? Mit einer Hand vor seinem Gemächt ging er ihr nach und steckte einen Zeh ins Wasser.
    
    "Scheiße ist das kalt", fluchte er und staunte über Svenja, die bis zu den Knien im Wasser stand und versuchte sich mit einer Hand abzuspritzen.
    
    "Wir haben nicht daran gedacht, uns Seife zu besorgen", empfing sie ihn. "Komm schon. Je schneller du drin bist, desto schneller bist du auch wieder draußen."
    
    Serge hatte Sorgen gehabt, dass er mit einer Latte einen unangemessenen Eindruck hinterlassen würde, aber eher das Gegenteil war der Fall. Die Kälte hatten seinen Kleinen auf Mindestmaß schrumpfen lassen, was ähnlich peinlich war. Svenja blickte zwar hin, enthielt sich jedoch jeden Kommentars. Stattdessen tauchte sie plötzlich komplett im Bachbett unter, legte sich flach auf den Bauch, den Kopf unter Wasser und kam prustend wieder hoch.
    
    "Und jetzt ab ins Warme", strahlte sie unerwartet und rannte davon.
    
    Serge machte es ihr nach und als er wenige Minuten später in die Hütte folgte, lag sie schon eingemummelt unter der Decke im improvisierten Bett.
    
    "Komm endlich", brummte sie unwirsch, "ich brauche etwas zum Wärmen."
    
    Serge trocknete sich schnell ab und wollte seine Unterhose wieder anziehen. So richtig konnte er sich immer noch nicht ...
«1...345...20»