1. Der Lehrkörper 06


    Datum: 11.12.2022, Kategorien: Nicht festgelegt,

    Reine Fiktion - Namen, Orte, Personen, Handlung sind nicht real oder nachahmenswert
    
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    Ich schrieb mir eine Entschuldigung für die Schule wegen eines Arztbesuchs und machte mich auf den Weg in die Lutrina Klinik. Der Radfahrer war also noch am Leben und erholte sich vielleicht. Das musste Christiane nicht alles mitbekommen, also ging ich allein zu ihm. Ich fragte an der Aufnahme nach einem Radfahrer, der vor einigen Tagen hier eingeliefert worden sein müsste, ein Verkehrsunfall.
    
    Die Frau an der Rezeption, die eine durchaus ansprechende, weil offene Bluse trug, schickte mich in den 3. Stock und ich machte mich auf die Suche. Auf Zimmer 321 wurde ich fündig und klopfte. Es war ein Doppelzimmer, aber es war nur ein Bett belegt. In diesem Bett lag mit Verbänden umwickelt eine Person, der ich erste Hilfe geleistet hatte und die Christiane im Suff über den Haufen gefahren hatte. Klingt jetzt so, als hätte sie Christiane umgefahren, aber so ist das Deutsche. Immer doppeldeutig, nie genau.
    
    Im Bett lag eine eher schmächtige Gestalt, aber ich hatte keine genauen Bilder an diesen Abend, die genauen Bilder waren auf meiner Kamera, aber die hatte ich nicht eingeschaltet, als ich das Unfallopfer versorgen wollte. Sie schien zu schlafen, aber die Schläuche und Kanülen ließen eher annehmen, dass sie bewusstlos war. Es war niemand auf der Station und ich konnte einfach so ins Zimmer rein.
    
    Die Statur kam mir komisch vor und ich konnte nicht ...
    ... widerstehen, unter die Bettdecke zu schauen. Also hob ich sie ein wenig an und staunte nicht schlecht, als ich den Körper einer Frau vor mir im Bett liegen sah. Ihr Krankenhaushemd war hochgerutscht und ich konnte deutlich ihre Möse sehen und, als ich das Hemd weiter hochschob ihre kleinen, festen Brüste. Ich deckte sie schnell wieder zu und verließ den Raum.
    
    Es war mir bei der Erstversorgung nicht aufgefallen, dass es eine Frau war, die da auf der Straße lag und auch bei der Herzdruckmassage hatte ich nicht darauf geachtet. Es ging ja sowieso so schnell. Auf der Station suchte ich das Schwesternzimmer und fand einen Pfleger, den ich nach der Patientin in 321 fragte und er fragte, ob ich ein Angehöriger wäre. Ich verneinte und erzählte eine Geschichte vom Freund, den die Familie nicht akzeptierte und der sich um sie sorgen würde.
    
    Das zog und er erzählte mir, dass Petra Lammers vor ein paar Tagen hier eingeliefert worden war und seitdem, um Schäden zu mindern, ins künstliche Koma versetzt worden war. Morgen würden die Ärzte versuchen, sie wieder aufzuwecken, um zu schauen, welche Maßnahmen sie benötigte. Sie hätte wohl Glück im Unglück gehabt, weil sofort nach dem Unfall ein Ersthelfer sich um sie gekümmert haben sollte.
    
    Ich schlug mir in Gedanken auf die Schulter und bedankte mich und sagte, dass ich morgen wiederkommen würde. Er schrieb weiter seine Aufzeichnungen und ich verließ das Krankenhaus. Ich überlegte. Christiane ging von einem Todesfall aus, aber es war ...
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