1. Polyamorie 04 - Prolog


    Datum: 21.03.2023, Kategorien: Romane und Kurzromane,

    ... bleibt in diesem Raum, wir müssen es deinem Vater nicht erzählen", sagte ich im Flüsterton. „So halte ich es, wenn es mal heftiger zugeht. Das sollte unter uns bleiben, okay?"
    
    „Okay, Julia!" Erleichtert atmete sie auf und drückte ihre Wange an meine. Sie deutete einen Entschuldigungskuss an und zuckte mit den Mundwinkeln. Es war ein leichtes Lächeln. Insgesamt war doch nicht alles so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Ich streichelte über ihre seidigen Haare. Um die beneidete ich sie fast. Solche hatte ich mir immer gewünscht. Lisa wirkte damit tatsächlich wie ein Engel. Doch auch das behielt ich für mich. Frau musste ja nicht alle ihre Geheimnisse verraten.
    
    Lisa schraubte den Deckel auf. Sie begann, bei Marie um Verzeihung zu bitten. Vorsichtig und sanft trug sie das Gel auf. Marie zuckte, als Lisa in der Nähe ihrer Pospalte entlang strich. Ihre Empfindsamkeit war immens gesteigert. Die kleinste Berührung sorgte bei ihr schon für Lustblitze, die durch den Körper zuckten. Lisa schien es auch zu erkennen und versorgte ihre Wunden achtsamer.
    
    „Du machst das prima, Lisa. Wie ein Engel, der einen anderen Engel verarztet. Sei sanft zu ihr."
    
    Lisa entgegnete mir mit einem Lächeln. Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange. Maries Kopf lag zur Seite gedreht auf den verschränkten Armen. Entspannt blinzelte sie eine letzte Träne fort. Ich wusste, so sanft wie Lisa die Nachsorge durchführte, würde Marie nicht nachtragend sein. Meine Kleine hatte vollkommen recht. Nicht ...
    ... einzuschreiten, war besser für uns alle. Besser als unausgesprochene Eifersucht und daraus resultierende Kämpfe.
    
    „Wer will noch was trinken?", fragte Lena in die Runde. „Ich brauche jetzt jedenfalls noch was." Aus einer weiteren Flasche schenkte sie uns nach. „Prost!", rief ich und stieß zuerst mit Lisa, dann mit Marie an. „Auf unsere beiden Engel." Als ich mit Lena anstoßen wollte, hörten wir erneut Yasis Aufschrei. Grinsend schauten wir uns an und zählten gemeinsam: „Zwei!"
    
    „Und auf Yasi und Frank, sollen ihre Höhepunkte immer so sein wie dieser", ergänzte ich.
    
    „Wuh, wuh, wuh, wenn ich auch einen dabei abbekomme, gerne", rief Lena, streckte die Faust in die Luft und tickte ihr Sektglas gegen meines.
    
    Marie und Lisa leerten ihre Gläser und schenkten sich aus der ersten Flasche vom Nachtschrank nach. Marie stieß mit Lisa an. Bevor sie trank, gab sie ihr mit spitzen Lippen einen Kuss. Lisa nippte und stellte das Glas wieder auf den Nachtschrank. Marie trank ihres aus und platzierte es umgedreht daneben.
    
    „Komm Juls, ich will nicht bloß zusehen. Die kommen schon ohne dich zurecht", hauchte mir Lena ins Ohr. Dabei griff sie von hinten an meine Brüste und zog mich zurück aufs Bett.
    
    Lenas Blick wanderte über mein Gesicht. Ihre warmen, braunen Augen sahen fantastisch aus. Dazu die perfekt gezogenen Brauen und die makellose Haut. Sie war hübscher als viele Möchtegern-Topmodells. Lena war schlank, hatte aber Kraft und an den richtigen Stellen Rundungen, wie ich es liebte. ...
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