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No-LIMIT-Rooms 08
Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... kennengelernt. Nur Bösartige, Schlechte und Versager. Fick den Mann und nimm ihn aus! Das ist das Beste, was Du als Frau tun kannst. Und wir, hier, haben sowieso keine Wahl. Du hattest beschlossen, lieber mit Yuri Sex zu haben, als zu sterben. Und das war eine gute und richtige Entscheidung. Bleib dabei!" Die ruhige und emotionslose Art, wie sie es sagte, erschreckte mich über alle Maßen. Wie tief verletzt musste diese junge Frau wohl sein? Erneut griff sie meine beiden Hände und sah mir tief in die Augen. „Nadia, ich bitte Dich: Mach Dich wieder zur Geliebten Yuris! Lerne, ihn um den Verstand zu ficken! Um unser aller Wohlergehen!" Wir blieben minutenlang so stehen. Aigul sah mich erwartungsvoll an, während in mir die Gedanken und Emotionen nur so herumwirbelten. War das ein Versuch, mich durch Schocktherapie, von meiner Amnesie zu befreien, oder meinte sie das alles ernst? Langsam befreite ich meine Hände aus ihrem Griff, schüttelte meinen Kopf und trat zurück. Die aufkommende Enttäuschung in ihrem Blick verletzte mich. „Aigul, Du erwartest zu viel von mir! Das kann ich nicht. Nicht jetzt, nicht so!" Mit einem Ruck wandte sie sich ab und schritt den Flur in Richtung Bar weiter. Ihre Stimme war nun kalt. „Komm, ich muss Dir noch viel zeigen und beibringen!" Danach blieb Aiguls Tonfall kühl und nüchtern. Sie versuchte nicht mehr, irgendetwas Persönliches zu sagen oder zu fragen. Ihr Stimmungsumschwung verwirrte mich, doch im Moment war das nur ...
... ein Punkt von vielen. Unterkühlt klärte sie mich weiter über Yuri und die Bar auf. Direkt neben Yuris Büro hatte ich mein Büro. Ich war für das Führen der Bücher verantwortlich. Diese Aufgabe konnte ich allerdings im jetzigen Zustand nicht ausführen. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich zu tun hatte. Immerhin begriff ich jetzt, weshalb Yuri so angepisst schien. Yuri war mehr, als nur der Besitzer einer Bar. Das war nur Tarnung. Sein eigentliches Geschäft, mit dem er sein Vermögen verdiente, war völlig anderer Natur. Drogen, Menschenhandel, illegale Waffen und alles, was sonst noch hohe Gewinne versprach. Er war nicht der oberste Boss, jedoch recht weit oben in der Hierarchie. Hier, im Bereich St. Petersburg, war er Großfürst. Und er hatte Geschäftsableger bis weit nach Westeuropa. Berlin, Paris, Barcelona. Die Bar zu leiten, war weder in seinem Interesse, noch hatte er Zeit dafür. De facto war ich die Geschäftsführerin, wenn auch nur inoffiziell, gewesen. Offiziell sein Schwager Sasho Tischenko, welcher hier auch Barmann war. Doch Yuri war nicht so blauäugig, seinen Schwager blind zu vertrauen. Bei mir wusste er, dass ich ihn finanziell nicht hintergehen würde. Wie auch, ich besaß nicht einmal ein eigenes Konto. Völlig hilflos stand ich schließlich in meinem Büro und wusste nichts mit allem anzufangen. Wahllos zog ich Ordner aus dem Regal, versuchte meinen Rechner zu starten, hatte jedoch nicht einmal das Passwort dafür. Aigul wartete stumm an der ...