1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... Sex vor Anderen mochten sie nicht.
    
    Aber war das nicht lächerlich in so einer Umgebung?
    
    Mit einem Mal wurde es mir so klar wie nur irgendwas: Ich war nicht mehr Nadine und auch nicht Nadia. Ich konnte mich völlig neu entwickeln und Erfahrungen sammeln, weitgehend unbeeinflusst von meiner Vergangenheit. Die Scham, mich vor den Anderen selbst zu befriedigen war sicher ganz natürlich.
    
    Doch darüber hinaus konnte ich mich selbst neu entdecken.
    
    Aigul liebte mich und ich mochte sie. Was sprach also dagegen? Wollte ich die Sklavin meines Unterbewusstseins und einer Erziehung bleiben, an welche ich mich zurzeit nicht einmal erinnerte? Als die Gelegenheit günstig erschien, klopfte ich an Aiguls halb offener Tür.
    
    Sie hörte wieder laut Musik, daher hörte sie es nicht.
    
    Langsam drückte ich sie ganz auf und beobachtete sie, wie sie mit geschlossenen Augen zur Musik tanzte. Sie war wirklich bildhübsch. Und im Moment wirkte sie so verletzlich.
    
    Plötzlich öffnete sie ihre Augen und sah mich. Sofort blieb sie stehen. Dann ...
    ... ging sie zum Abspielgerät und schaltete es aus.
    
    „Was ist?", fragte sie.
    
    „Darf ich hereinkommen?"
    
    „Klar!"
    
    Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, trat ein, schloss die Tür hinter mir und trat dann an die verblüffte Aigul heran.
    
    „Ich weiß, dass Du mich liebst. Und ich wünschte, ich könnte dieses Gefühl so erwidern, wie Du es Dir erhoffst. Aber ich mag Dich! Und, vielleicht, könnte daraus auch mehr werden. Doch jetzt möchte ich von Dir nur eines: Liebe mich, nimm mir meine Scham, mach mich zu einer neuen Nadia!"
    
    Erstaunt riss sie ihre Augen auf.
    
    „Du meinst ...?"
    
    Ich nickte.
    
    „Jetzt?"
    
    „Jetzt oder nie. Ich glaube nicht, dass ich so schnell noch einmal den Mut fassen kann, Dich darum zu bitten. Aber auch nur, wenn Du es wirklich auch möchtest!"
    
    Ihre Umarmung kam so plötzlich, dass sie mich erschrak.
    
    „Und ob ich es will!"
    
    Sie sah mir in die Augen.
    
    „Darf ich Dich küssen?"
    
    „Ja!", war meine, beinahe gehauchte, Bestätigung.
    
    Mein erster Zungenkuss, an den ich mich erinnerte. Und er war zuckersüß. 
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