1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... sagen, wie ihr das gefallen hat", sagte Sasho und hielt mir das Mikrofon hin.
    
    Ich versuchte, ein verführerisches Lächeln hinzubekommen.
    
    „Muuuuuuuuuuuuuuuuuuuh!"
    
    Applaus erklang von allen Seiten, dann erloschen die Strahler und die Musik setzte wieder ein.
    
    Rückwärts krabbelte ich von der Theke. Inzwischen hatte Aigul den Cocktail fertig gemixt und reichte ihn dem Gast.
    
    Unauffällig deutete sie zu dem Waschbecken am hinteren Ende der Bar, wo ich mir meine Brüste reinigen konnte.
    
    Ich war gerade dabei, sie mir abzuwischen, als ich eine Stimme dicht an meinem Ohr vernahm.
    
    „Du immer noch erregt, wenn Dich melken Fremde. Das sich nicht geändert hat!"
    
    Überrascht sah ich zur Seite. Es war Chinara, welche in ihrem Kostüm aus künstlichen Bananen, im Durchgang zur Umkleide, neben der Bar, wo sie wohl meinen Auftritt beobachtet hatte, neben mir stand. Bisher hatte sie nur sehr wenig mit mir gesprochen. Im Gegensatz zu ihrem Bühnenvorbild, Josefine Baker, hatte sie recht üppige Brüste, was aber auch logisch war, schließlich benötigte sie viel Milch für unseren Job.
    
    Ich war so verdattert über ihre Worte, dass ich nicht wusste, was ich dazu sagen sollte.
    
    Doch Chinara nickte nur, drehte sich um und schritt zur Bühne, während Sasho sie ankündigte.
    
    „Was hat sie gesagt?", erkundigte sich Aigul.
    
    „Ich würde immer noch erregt, wenn Fremde mich melken. Das hätte sich nicht geändert", wiederholte ich mit hochrotem Kopf.
    
    Aiguls Blick wurde plötzlich finster. ...
    ... Schnell blickte sie sich um, dann nahm sie mich am Arm und zog mich in den Durchgang, hinter den Vorhang zur Bar.
    
    „So ein Miststück!", fluchte sie.
    
    Ich war völlig verdutzt.
    
    „Wieso, was sollte das?"
    
    „Du hättest nicht herunter kommen sollen. Es war zu früh! Ich habe Dir noch zu wenig erzählt!", wich sie statt einer direkten Antwort aus.
    
    Überraschend packte sie mich an beiden Schultern.
    
    „Nimm Dich vor Sasho in Acht, hörst Du!"
    
    Verwirrt blickte ich sie an.
    
    „Was hat denn jetzt Sasho damit zu tun?"
    
    Sie wollte gerade antworten, als sich ihre Augen überrascht weiteten.
    
    „Das war ein guter Auftritt, mach so weiter, ich muss wieder an die Bar! Hallo Sasho!"
    
    Mit hasserfüllten Augen starrte sie an mir vorbei.
    
    Ich drehte mich um und sah, dass der mittelgroße, muskulös gebaute Mann durch den Vorhang getreten war, der die ganze Zeit die Ansagen gemacht hatte.
    
    „Was machst Du hier hinten?", fauchte er Aigul an.
    
    Scheinbar gleichgültig, zuckte sie mit den Schultern.
    
    „Yuri hat gesagt, ich soll ihr alles zeigen und erklären."
    
    „Mach Dich wieder hinter die Bar, da wartet Arbeit!"
    
    Wortlos nickte Aigul und ging zurück zur Bar. Doch hinter seinem Rücken drehte sie sich noch kurz um und sah mich eindrücklich an.
    
    ‚Pass auf!', formten ihre Lippen überdeutlich, aber wortlos. Dann verschwand sie aus meinem Blickfeld.
    
    Ich blickte wieder Sasho an. Seine dunklen Augen hatten etwas Bedrohliches. Unwillkürlich bekam ich Angst. Aiguls Warnung hätte es nicht ...
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