1. No-LIMIT-Rooms 08


    Datum: 29.04.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,

    ... über dieses Thema zu sprechen, war mir noch immer peinlich.
    
    „Nein."
    
    Die Drei seufzten unisono.
    
    „Was?", entfuhr es mir, aufgebracht.
    
    „Du hattest die Chance, wieder mit ihm zusammen zu kommen", erklärte Aigul schließlich. „Es ist wichtig, ein gutes Verhältnis zu ihm zu haben. Auch, damit Du den Halsreif wieder loswirst!"
    
    Unwillkürlich fuhr meine Hand zu dem Halsreif, den mir Yuri am Ende des Tages wieder umgelegt hatte, bevor er mich bei der Milchbar absetzte.
    
    „Soll ich mich etwa prostituieren, wie eine billige Nutte?", entfuhr es mir entrüstet.
    
    Sofort tat mir diese Äußerung leid, denn ich bemerkte, wie meine Worte die Mädchen verletzten. Es war unbedacht gewesen, auch wenn es meine wahren Gefühle waren.
    
    „Entschuldigung, so meinte ich das nicht. Es ist nur so, dass ich mich nicht so einfach hingeben kann. Ich möchte, dass mindestens so etwas wie Zuneigung im Spiel sein sollte, wenn ich mit jemanden freiwillig Sex habe."
    
    „Es ist ein rein körperlicher Akt, wie das Abpumpen von Milch, nichts, wo Du Dich emotional reinhängen musst. Du kannst es auch genießen, wenn Du die Person nicht liebst", erklärte Aigul, noch immer verstimmt.
    
    „Und, hast Du es genossen, mit fremden Männern zu ficken?" Meine Worte kamen scharf und verletzten Aigul sichtlich.
    
    „Oder Ihr?", fuhr ich auch die beiden Anderen an.
    
    Verblüfft sahen sie mich an.
    
    Ausgerechnet Polina antwortete mir: „Manchmal hat es mir Spaß gemacht. Nicht alle Männer sind schlecht. Und Du selbst hast ...
    ... uns gesagt, das Sex ein rein körperliches Bedürfnis ist, wofür wir uns nicht zu schämen brauchen. Dass Du auf einmal so prüde bist, überrascht uns alle. So kennen wir Dich nicht. Seit Du aus dem Krankenhaus zurück bist, bist Du ein völlig anderer Mensch."
    
    Verwirrt blickte ich von einem Gesicht zum anderen. Mavi und selbst Aigul nickten zustimmend.
    
    Ich fühlte mich angegriffen. Als hätte ich mir das Ganze ausgesucht, mit Absicht meine Erinnerungen verloren. Begriffen sie denn alle nicht, wie es mir ging? Wie mich mein Gedächtnisverlust belastete? Dass ich emotional gerade eine Woche alt war? Im letzten Moment unterdrückte ich den Ausruf: ‚Fickt euch doch selbst!'. Stattdessen drehte ich meinen Kopf weg und schwieg. Wortlos befreite ich mich hektisch von der Milchpumpe und stand auf, um die Milch einzutüten.
    
    Als ich in der Milchküche war, kam Aigul mir nach.
    
    Wortlos begann sie neben mir, ihre Milch abzupacken. Sie rang sichtlich nach den richtigen Worten, das Gespräch wieder aufzunehmen, doch ich ignorierte sie. So arbeiteten wir schweigend, bis ich fertig war und zu Marja ging, um sie zu füttern und zu wickeln. Sie war bereits wach und quengelte, während ich sie aus ihrem Bettchen hob. Um den Anderen auszuweichen, zog ich mich mit ihr in mein Zimmer zurück. Im Moment wollte ich niemanden sehen oder sprechen.
    
    Bewusst blendete ich den Streit aus und zwang mich, mich ganz auf meine Tochter zu konzentrieren.
    
    Marja war mein Ein und Alles, wichtiger als Aigul oder ...
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