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Wenn nur der Schein zählt
Datum: 07.07.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... nannte sie zum ersten Mal beim Vornamen. „Ich will dich. Ich will deinen Geist und noch mehr will ich deinen Körper." Eine solche Ansprache hatte Maria nicht erwartet. Sie stand auf, entschuldigte sich und ging auf die Toilette. Böttcher schaute ihr nach. War er zu weit gegangen? Eigentlich nicht, befand er. Natürlich wusste er, dass Maria verlobt war. Er hatte seine Sekretärin über Maria ausgefragt und sie hatte ihm alles erzählt, was sie wusste und was sie vermutete. Er war sich im Klaren, dass er schnell handeln musste, um sie zu erobern. Frauen im Heiratsmodus sind ab einem bestimmten Moment blind für Alternativen. Je länger Maria auf der Toilette war, desto sicherer war er, dass er Chancen bei ihr hatte. So wie sie ihn gestern zurechtgewiesen hatte, als er offensichtlich zu lange ihre wohlgeformten Beine bewundert hatte, konnte er mit einer definitiven Antwort rechnen. Diese Frau liebte klare Worte, deren war er sich sicher. Entweder sie sagte nein und kündigte, oder sie begann eine Affäre mit ihm, um herauszufinden, ob er besser als ihr Verlobter sei. Und dass er das war, daran bestanden für ihn keine Zweifel. Ein paar Minuten später kam Maria wieder zu ihrem Tisch. Sie setzte sich aber nicht, sondern sagte zu Böttcher: „Ich möchte jetzt gehen. Bitte fahr mich zurück in die Firma." Erfreut realisierte er, dass sie ihn geduzt hatte. Ein erster Teilerfolg war errungen. „Natürlich", antwortete er, stand auf, und ließ sich vom Ober ihren Mantel bringen. Galant ...
... half er ihr in den Mantel und strich dabei über ihre Schultern, um das Tuch zu glätten. „Danke", erwiderte sie knapp. Während der Fahrt telefonierte Böttcher. Dann gab er seinem Fahrer Anweisung, ihn nach Hause zu fahren und anschließend Maria zur Firma zurückzubringen. Als das Fahrzeug an dem von Böttcher angegebenen Ziel, seiner großen Villa, anhielt, verabschiedete er sich im Auto sitzend von ihr. „Frau Stark, wir hatten eine gute Diskussion und ein gutes Gespräch." Zweideutig ergänzte er: „Ich bin mir sicher, wir haben einen guten Anfang gefunden, um die diversen Themen, die wir identifiziert haben, anzugehen. Ich habe jetzt noch einen anderen Termin, den ich unbedingt wahrnehmen muss." Dann gab er ihr Anweisungen, noch bis zum Abend diverse Personalstatistiken für ihn zu aktualisieren und sie ihm gegen 19 Uhr ins Büro zu bringen. Ohne auf eine Antwort zu warten, verließ er das Fahrzeug und ging in das Gebäude. Während der Fahrt zurück zur Firma rätselte Maria, warum Böttcher diese Ausarbeitungen von ihr wollte. Sie hatten nichts mit dem zu tun, was sie heute und gestern besprochen hatten. Sie wurde wütend, dass sie so lange im Büro bleiben sollte, nur, damit er noch am gleichen Tag irgendwelche uninteressanten Informationen von ihr erhielt. Im Büro wechselte sie ihre hochhackigen Pumps gegen bequemere Schuhe. Dann strich sie ihre Strümpfe glatt und befestigte sie erneut am Strapsgürtel. Sie betrachtete sich im großen Spiegel an der Garderobe in ihrem Büro. Maria ...