1. Puppenliebe


    Datum: 30.07.2023, Kategorien: Sonstige,

    ... geputzt werden, meistens sind sie ein wenig verschmutzt und dann schauen wir uns das Material an. Je nachdem lässt sich was machen!" An einer Wand hing ein Waschbecken und ich ging hin, nahm Seite und Bürste, rubbelte den Arm kräftig ab. Danach kam ich zurück und musste Frau Kringel recht geben. Die Behandlung hatte ihn heller gemacht, sah wesentlich besser aus, als ich ihn neben den anderen Arm hielt.
    
    "Passt, ich glaube, wir müssen nichts mehr damit machen!", fand ich und sah Frau Kringel an. "Denken sie daran, die Puppe muss lange damit leben, und wenn es ihr nicht gefällt, darf ich mir ihr Genörgel anhören!"
    
    "Gut, eine Nuance heller wäre nicht schlecht!", sah ich ein und Frau Kringel streckte ihre Hand aus, um mir den Arm abzunehmen. Ich gab ihn ihr und sie tastete mit ihren Fingern über das Material.
    
    "Sie haben Glück, es ist kein moderner Kunststoff, sondern ein altes Material. Da lässt sich was machen!"
    
    Frau Kringel ließ mich nach einer Flasche suchen, die eine bestimmte Flüssigkeit enthielt und schraubte sie auf, roch vorsichtig daran ob es dir richtige war, als ich ihr die gewünschte Flasche anreichte.
    
    Sie verzog bei dem beißenden Geruch ihr Gesicht, als er in ihre Nase zog, wendete ihren Kopf sofort ab.
    
    "Nehmen sie ein Tuch, geben sie ein wenig von dem Inhalt darauf und reiben sie den Arm vorsichtig und vor allem gleichmäßig ab, damit er nicht scheckig wird!", erklärte sie und ich tat es, konnte die Wirkung schnell erkennen und musste schnell ...
    ... stoppen, um nicht zu viel zu machen.
    
    "Fertig!", meinte ich, nachdem ich alles überprüft hatte, und reichte ihn Frau Kringel herüber. Sie nahm ihn nicht an.
    
    "Nein, sie haben ihn ausgewählt, sie werden ihn anbringen. Es ist ganz einfach!" Frau Kringel erklärte mir genau, wie er angebracht werden musste und ich versuchte, ihrer Anweisung zu folgen. Vorsichtig befestigte ich den Arm an der vorgesehenen Stelle und zuckte zusammen, als die Puppe ihre Schlafaugen für einen Moment weit aufriss und mich ansah. Sofort hielt ich inne, betrachtete sie aufmerksam, kam danach zum Schluss, dass ich ihren Kopf bewegt hatte und daher die Augen aufgegangen waren.
    
    Nach einigen Minuten und mehreren leisen Flüchen war ich fertig und hielt Prinzess hoch. Wie zuvor hing sie schlaff in meinen Händen, und ich betrachtete sie im Ganzen. Der neue Arm passte perfekt zu ihr und ich war auf mich Stolz, es geschafft zu haben.
    
    "Sehr gut!", lobte ich mich selber und leget sie zurück auf den Tisch.
    
    "Das höre ich gerne. Nun kommen wir zu ihrer Kleidung. Was denken sie, was Prinzess gerne hätte?"
    
    Ich sah sie mir genau an, rieb mit einer Hand durch meinen Dreitagebart und überlegte einen Moment. Wie aus heiterem Himmel kam mir eine Eingebung, als wenn eine Stimme in mir gesprochen hätte.
    
    "Ich denke, dass ihr was Modernes gefallen würde. Vielleicht ein Miniröckchen und ein schmales Oberteil in kräftigen Farben!", erklärte ich und Frau Kringel sah mich kurz an.
    
    "Keine schlechte Idee. Wollen mal ...
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