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Blackout
Datum: 30.09.2023, Kategorien: Sonstige,
... ja auch vorbereiten können." Ungläubig starrte sie ihn an. "Alle haben vor dem Blackout gewarnt. Jeder wusste, dass er kommt. Niemand kann sagen, er hätte nichts gewusst." Er tränkte den Lappen und zog seine Vorhaut zurück. Den Blick auf sie gerichtet wusch er gründlich seinen Schwanz und seinen Hoden. Sie verschränkte die Arme, sah immer noch wütend aus. "Dass da draußen sich alles in Scheiße verwandelt, ist mir klar. Meinst du ich bin blind? Aber im Gegensatz zu vielen anderen, wusste ich was kommt. Jeder hatte es gewusst. In unzähligen Filmen und Romanen wurde ausführlich dargestellt, wie Menschen werden, wenn die Ordnung zusammenbricht - seit Jahren. Das viele Menschen sterben, war auch klar. Hast du schon mal was vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz gehört? Da wird haargenau beschrieben, was man alles zu Hause haben muss bei einem Ernstfall. Hast du dich dafür schon mal interessiert?" Jetzt wurde er auch ein wenig wütend. "Wenn nicht alle Menschen so ignorant gewesen wären. So selbstherrlich. Als wenn ihnen nichts passieren kann. Als wenn das keine große Sache wäre, dieser Blackout. Wenn alle nur ein bisschen vernünftiger gewesen wären und nicht aus reiner Ideologie alles, was dieses Land ausmacht, einfach so weggeschmissen hätten, dann wären wir auch nicht in dieser Situation." Während seiner Ausführungen ging er Schritt für Schritt auf sie zu. Jede Selbstsicherheit war nun aus ihrem Gesicht gewichen. Zu den Tränen kam jetzt Angst, dass er ihr etwas antun ...
... könnte. Er packte sie am Arm. "Nicht ich bin hier das Arschloch. Ich habe das alles nicht gewollt. Das kannst du mir glauben. Und nur, weil ich die Konsequenzen gesehen und rechtzeitig gehandelt habe, kannst du mir doch keinen Vorwurf machen?" Auch in seinen Augen standen jetzt Tränen. "Du wärst fast gestorben", wiederholte er. "Und indem du mit plündernden Horden durch die Straßen ziehst, machst du nichts besser. Hörst du? Nichts!" Sie zitterte am ganzen Leib und er merkte, dass er zu weit gegangen war. Er zog sie an sich und umarmte sie. Sie klammerten sich aneinander wie Ertrinkende. Beide weinend. Sie ihr Gesicht in seine Brust vergraben. Er langsam ihren Rücken streichelnd. So standen sie lange vor dem Ofen. Und als die letzten Tränen getrocknet waren, holte er aus dem Schlafzimmer neue Sachen für sie beide. Und obwohl sie viel zu groß für sie waren, sah sie in ihnen richtig sexy aus. "Lust auf was warmes zu essen und einen dekadenten Wein dazu?" Sie verzog den Mund zu einem leichten Lächeln. Während er sich in der Küche zu schaffen machte, legte sie noch ein paar Kohlen in den Ofen. Nun saßen sie zu zweit auf dem Sofa und aßen schweigend ihre Büchse. "Salud", sagte er und streckte ihr sein Weinglas hin. Sie stießen an. "Mmm, schmeckt nicht schlecht." Sie sah ihn an und kam nicht umhin ihm zuzugestehen, dass er Geschmack hatte. Nach dem Essen tranken sie einfach weiter. Karen brauchte nur wenige Gläser um beschwipst zu sein. Roland deutlich ...