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Kometenhaft 29
Datum: 07.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... von ihrer Mutter wissen wollte, was Analverkehr ist, weil sie es in der Schule gehört hatte. Allein schon die Erwähnung des Wortes schien ihre Eltern in helle Aufregung zu versetzen. Das sei dreckig, asozial, pervers, ekelhaft und nur total kranke Psychopathen (anscheinend ein Lieblingsausdruck ihrer Eltern) würden so etwas widerliches machen. Richtig erklärt hatten sie es ihr nicht, und ihr stattdessen für die Frage eine Woche Stubenarrest aufgebrummt. Dieses Erlebnis war der Beginn einer psychologischen Odyssee für Mareike, denn etwas in ihrem Inneren war neugierig und trieb sie dazu, mit ihrem Körper zu experimentieren, wenn sie wusste, dass sie alleine zu Hause war. Dann lief sie auch mal nackt durch die Zimmer, obwohl sie sogar vor ihrer Familie die Badezimmertür verschließen sollte, wenn sie sich auch nur kurz umzog. Sie berührte Stellen ihres Körpers, die sie nur zum Waschen berühren sollte, weil diese "schmutzig" waren. Sie stellte sich vor, wie es sich anfühlen würde, wenn etwas in sie eindringt, bis sie die Erfahrung endlich machen musste, indem sie sich den Hals einer Flasche in ihre Rosette drückte, nachdem sie beides mit viel Speichel gleitfähig gemacht hatte. Sie empfand Freude und Lust an den ihr verbotenen Dingen. Doch jedes Mal kam gleich danach die Scham und das Entsetzen. Was hatte sie jetzt schon wieder getan? Es war verboten, doch es fühlte sich so gut an. Die Eltern hatten es verboten! War sie so ein kranker Psychopath, wie es von ...
... ihren Eltern immer beschrieben wurde? So auch damals mit der Flasche. Als der Experimentierdrang vorüber war, riss sie sich die Flasche heraus und schleuderte sie davon. "Du bist ein kranker Psychopath!" hörte sie ihre Gedanken schimpfen, "Du bist krank, abartig, pervers!" Damals wie heute brach sie in einen Heulkrampf aus. Doch damals war keiner da, der sie trösten konnte. Hätten ihre Eltern davon erfahren, hätte sie wahrscheinlich sogar eine Tracht Prügel kassiert. Vanessa und ich nahmen sie in unsere Mitte und legten die Arme um sie. "Du bist der normalste Mensch, den es gibt.", flüsterten wir ihr einstimmig zu, "Die kranken Psychopathen waren deine Eltern.". Ich war so verdammt wütend! Die verbohrten und verdrehten Ansichten ihrer Eltern hatten Mareike in eine von Selbstzweifeln zerfressene Persönlichkeit verwandelt, die die ihr aufgezwungenen Normen ebenso auf ihre Mitmenschen übertrug. Und gleichzeitig verzweifelte sie selbst immer mehr, weil sie wusste, dass sie die Normen nicht einhalten konnte. An dieser Stelle mussten wir abbrechen. In dem Zustand wollte ich ihr ihren Wunsch nicht erfüllen. Ihre Geschichte spornte mich dazu an, dieses Ereignis zu einem der Schönsten in Mareikes Leben werden zu lassen. Mit viel Zeit und Zärtlichkeit. Es war nun schon recht spät. Meine zwei "Schwestern" einigten sich darauf, mich in die Mitte zu nehmen. So konnten sie beide in meinen Armen einschlafen und sich gegenseitig noch einen Gute-Nacht-Kuss geben (mir natürlich ...