1. Kometenhaft 29


    Datum: 07.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... wieder so weit gefasst, dass ich mich zu ihnen setzen konnte. Aber ich musste Vanessa dann doch fragen, ob ich sie in Zukunft auch in Kleidung zwingen müsste, aber sie beruhigte mich und versprach auch in Zukunft nur angezogen aus dem Haus zu gehen. "In der Wohnung aber ... ", sie sah Mareike an, "Warum nicht?". "Weil ihr mich wahnsinnig macht!", erwiderte ich mit gespieltem Ärger.
    
    Na schön, Planung für Heute: Versammlung im Audimax. Danach: schönen Tag in der Stadt machen. Für Morgen: Vanessa hatte die Idee, übers Wochenende zu ihren Eltern zu fahren. Die heutige Planung war schnell angenommen, für den Besuch bei Vanessas Eltern mussten wir bei Mareike etwas Überzeugungsarbeit leisten. Ich kannte die Zwei ja schon von früher: Manuela war wirklich eine herzliche Persönlichkeit. Sie umarmte liebend gerne jeden, der es nicht schaffte, sich bei drei in Sicherheit zu bringen. Sie konnte sich einfach für alles und jeden begeistern und das sah man ihr auch auf Anhieb an. Ihr stets lächelndes Gesicht war weich und rundlich, eigentlich war ihr ganzer Körper so. Sie war eher pummelig und mit etwa 1,60m noch ein bisschen kleiner als Vanessa. Zum Glück gab sie das nicht an ihre Tochter weiter, aber ansonsten erkannte man, dass die Beiden verwandt sind.
    
    Vanessas Vater Richard war ein ganz besonderer Mensch: Lehrer, aber was für einer. Die Sorte, die jeden Schüler durch sein Auftreten sofort auf seine Seite zog. Seine grauen Haare trug er meist in einer Einstein-Frisur. Der ...
    ... gräuliche Drei-Tage-Bart war immer genau drei Tage alt, keine Ahnung, wie er das machte. Er war bestimmt 1,90m groß, schlank und auch muskulös. Nicht Bodybuilder-Artig, aber trainiert. Er unterrichtete ja auch Sport, neben Englisch und Mathe. Gekleidet war er meist in Jeans und einem bunten Hemd, bei dem stets die obersten beiden Knöpfe offen waren und ein Büschel grauer Brusthaare herausquollen. Er war nicht ungepflegt oder so, nein, das war einfach sein Stil: cooler, älterer Lehrer. Und diese Rolle hatte er auch drauf. Er vermittelte einem stets das Gefühl, dass er alles weiß. Nicht nur Fachwissen, sondern auch den neuesten (meist schmutzigen) Witz und jede Menge Life-Hacks.
    
    Und für mich das Beste: beide mochten mich und sahen mich schon als zukünftigen Schwiegersohn. Entsprechend enttäuscht sollen sie gewesen sein, als Vanessa ihnen mitteilen musste, dass es aus war mit mir und umso glücklicher waren sie, als sie ihnen mitteilte, dass wir wieder zusammen waren.
    
    Hm, keine Ahnung, wie ich so einen Eindruck bei ihnen hinterlassen hatte.
    
    Vanessa kontaktierte gleich ihre Eltern und schleppte dann Mareike mit in unser "Ankleidezimmer". Beim Aufstehen zeigten sich aber die Folgen unseres kleinen Abenteuers heute Morgen: auf Mareikes Stuhl hatte sich eine trübe Pfütze gebildet, die an den Rändern schon angetrocknet war. Ihr ganzes Hinterteil und die Rückseite ihrer Oberschenkel waren nass. "Meine Güte Schwesterchen, du läufst ja aus!", platzte es aus Vanessa heraus. Sie schickte ...
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