1. Ein wenig Sonnenschein


    Datum: 10.10.2023, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... mir, obwohl ich dir zigmal bestätigt habe, ich würde nur mit dir Sex haben..." Es war an der Zeit, auszupacken, und genau das tat sie jetzt. „Spürst du nicht, wie sehr ich DICH genieße? Wie toll der Sex zwischen uns ist? Und dann wieder, wie jetzt, regst du dich fürchterlich auf, machst mir Angst und ich muss eine neue Szene ertragen." In ihr schäumte jetzt gleichfalls die Enttäuschung über und schlug in Zorn um.
    
    „Mich kotzt das Ganze inzwischen einfach nur noch an" spuckte sie ihm ins Gesicht, machte auf dem Absatz kehrt und verließ mit großen Schritten und schwingenden Hüften die Küche.
    
    So hatte Andreas sie noch nie erlebt und es machte ihn zunächst wütend. Dann aber fühlte er eine große Trauer in sich. Er ahnte, er war auf dem besten Weg, seine Partnerin zu verlieren. Einige Minuten blieb er am Tisch sitzen, trank einen weiteren Kaffee und grübelte. Was sollte er tun? Wie würde er die Bilder in seinem Kopf los? Bilder von Denise, die vor Geilheit stöhnte, während sie von einem anderen bestiegen wurde. Er wusste es doch selbst nicht...
    
    Als er schließlich aufstand und ebenfalls die Küche verließ, fand er Denise in einer Zeitschrift blätternd im Wohnzimmer.
    
    „Cognac?" fragte er mit einem einzigen Wort. Denise schaute auf. In ihren Augen funkelte es immer noch.
    
    „doppelt" zischte sie nur kurz und senkte wieder den Blick auf die Modefotos.
    
    Er ging zu der kleinen Bar, goss ihnen zwei Cognac ein und ging hinüber zu ihr.
    
    „Frieden?" fragte er ...
    ... vorsichtig.
    
    „Waffenstillstand" korrigierte ihn Denise aber zu seiner Erleichterung sah er, wie ihre Augen freundlicher wurden. Sie stießen sogar leicht ihre Gläser gegeneinander.
    
    „Hast du ernsthaft überlegt, deinen Job aufzugeben?" versuchte er vorsichtig ein Gespräch.
    
    Denise legte die Zeitschrift beiseite und schaute ihn an.
    
    „Ehrlich? Ich weiß nicht, was ich tun soll. In keinem anderen Job kann ich so viel und eigentlich leicht verdientes Geld einstreichen und gleichzeitig nachts oder abends arbeiten, wenn Svenja mich nicht so dringend braucht..." sagte sie. „...aber die Situation mit dir UND Job reibt mich auf. Ich liebe dich, aber ich ertrage deine Unterstellungen einfach nicht mehr..."
    
    Sie nahm einen weiteren Schluck aus ihrem Glas und sah, dass Andreas nachdachte. Sie ließ ihm Zeit.
    
    „Ich liebe dich auch" sagte er schließlich leise. „...aber genau DAS macht mich verrückt. Wenn wir das Geld nicht so dringend bräuchten, hätte ich dich gern immer zuhause. Aber das geht anscheinend nicht..." Seine Worte hingen in der Luft.
    
    „Dir ist aber auch klar, dass ich nicht nur Hausfrau und Mutter sein möchte..." warnte Denise. „Das bin nicht ICH, Andreas."
    
    Längere Zeit schwiegen sie, dann durchbrach Andreas die Stille.
    
    „Liebes, ich möchte dich nicht verlieren und ich denke..." er schluckte. „...ich denke, du hast auch drüber nachgedacht, oder?"
    
    „Ich weiß im Moment einfach nicht, wie es weitergehen soll" wich sie seiner direkten Frage aus.
    
    „Gut" sagte er deutlich. „Ich werde ...
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