1. Kumiho Na-Ri 02


    Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,

    ... kannte.
    
    „Doch, bin ich! Sie gab mir ihre Perle. Das ist ihre Lebenskraft. Ich nahm sie in mich auf und nun ist sie in mir drin."
    
    „Perle? Ihr nahmt sie auf, Leutnant, wie?"
    
    „Durch einen Kuss!"
    
    „Ohhhhhhhhh!"
    
    „Also habt ihr nun eine Perle im Bauch?", wollte Cha-He genauer wissen.
    
    „Nein. Die nannte sie nur so. Ich kann es nicht genau beschreiben. Es ist ein Feuer, eine Kraft, die in mir brennt. Sie macht mich stärker, schneller, und sorgt auch dafür, dass meine Wunden schneller heilen. Sehr viel schneller. Meine fast tödliche Wunde war am nächsten Morgen verheilt!"
    
    Er sah ihren Gesichtern an, dass sie ihm kein Wort glaubten. Doch er berichtete weiter.
    
    „Nach unserer nächtlichen Vereinigung, bekamen wir allerdings beide Bedenken, ob wir nicht einen Fehler gemacht hatten. Daher beschlossen wir zum Samshin-Tempel bei Panyio zu gehen, um die Verbindung wieder zu lösen."
    
    „Vereinigung?", fragte Cha-He nach.
    
    De-Yong wurde verlegen.
    
    „Nun, äh, ja. Zu dem Kuss gehörte auch, dass wir nackt waren, und sie auf mir saß. Ihr wisst schon."
    
    „Ahhhhh!" Die Männer nickten und grinsten anzüglich.
    
    Es mochte ja eine erfundene Geschichte sein, aber sie traf jetzt ihren Geschmack. Nun wurden sie noch neugieriger.
    
    „Leutnant, ist die Kumiho wie eine normale Frau gebaut? Ich meine, untenherum, ihr wisst schon."
    
    Ärgerlich nickte De-Yong. Das hätte er besser nicht erwähnen sollen.
    
    „Ja, ja! Wenn sie menschlich ist, ist alles, wie es sein soll."
    
    „Wenn sie ...
    ... menschlich ist? Was meint ihr damit, Leutnant?"
    
    „Sie kann sich von einem Moment zum anderen ihn ihre Fuchsdämonengestalt zurückverwandeln. Vor allem, wenn sie wütend wird. Und dann glühen auch ihre Augen blau auf. Das ist sehr erschreckend, kann ich euch verraten!"
    
    Die Männer fuhren schaudernd zurück.
    
    „Ist das dabei passiert, ich meine, bei eurer Vereinigung, Leutnant? Wolltet ihr deshalb die Verbindung gleich wieder lösen?" Cha-He zeigte offensichtliches Verständnis, für De-Yongs inneren Konflikt am nächsten Morgen.
    
    „Nein. Zum Glück bei keiner unserer Vereinigungen!", verplapperte sich De-Yong in etwas wehmütigen Gedanken.
    
    „Vereinigungen?", riefen beide Männer gleichzeitig. „Ihr habt das wiederholt?"
    
    De-Yong wurde rot.
    
    „Äh, ja. Schwer zu erklären. Das war Teil der Vereinbarung mit ihr. Ich musste dreimal am Tag mit ihr, ihr wisst schon."
    
    „Ohhhhhhhhhhhhhhh!"
    
    Bei der Vorstellung, dreimal am Tag, sich mit einer wunderschönen Frau vereinigen zu müssen, stieg ein wenig Neid in den Soldaten auf. Dämonin hin oder her.
    
    Ärgerlich winkte De-Yong ab.
    
    „Es ging nur darum, dass ich ihre Perle in mir trage. Sie musste mir nahe sein, um die Kraft anzapfen zu können. Sonst wurde sie schwach. Nichts weiter!"
    
    Lächelnd nickten die Soldaten. Sie glaubten kein Wort von seiner offensichtlichen Ausrede.
    
    De-Yong trank einen weiteren Schluck, dann reichte er die Flasche wieder weiter.
    
    „Wie auch immer. Also, wir brachen am nächsten Morgen auf, um zum Tempel zu ...
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