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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... getötet? Gut, sehr gut!", meinte Ju-Won grimmig. De-Yong nickte. „Wir sind dann in aller Eile über den Fluss, und weiter zum Tempel. Bis zum Berg Panyio sind uns dann keine Samurai mehr begegnet." Er ließ den erneuten Streit mit Na-Ri aus, bei dem sie ihn beinahe getötet hätte, und wonach er fast zwei Tage zur Erholung benötigt hatte. „Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mit keinem weiteren Ärger mehr gerechnet, aber leider ist der Berg von einem Dokkaebi mit dem Namen Cham bewohnt, welcher offensichtlich mit Na-Ri schon länger im Streit lag." „Hat euch dieser Berggeist den Zutritt verweigert, Leutnant?" „Nein, viel schlimmer. Er nahm Na-Ri gefangen, und hat sie, zur Strafe für irgendetwas, was sie ihm in der Vergangenheit angetan hatte, mit einem Fluch überzogen, dass sie fortan furchtbar stank. Und ich meine wirklich, wirklich furchtbar. So was könnt ihr euch nicht vorstellen! Dann ließ er uns ziehen." „Bäh!", verzogen die Männer angewidert ihre Gesichter. „Ja, bäh. Auch Baden konnte den Gestank nicht mehr abwaschen. Na-Ri hat wirklich alles versucht. Und natürlich, wollte ich mich danach auch nicht mehr mit ihr vereinigen, wie ihr euch vorstellen könnt." Er erntete verständnisvolles Nicken. „Der ganze Besuch des Tempels war wirklich ein Griff in die Latrine. Das Einzige, was wir erfuhren war, dass die Verbindung zwischen mir und Na-Ri solange besteht, bis ich tot bin. Und dass Na-Ri aus irgendeinem Grund mich selbst nicht töten darf." „Ah, dann ...
... habt ihr sicher schnell die Flucht ergriffen, Leutnant? Ich meine, wer will schon lebenslang mit einer grässlich stinkenden Dämonenfrau verbunden sein?" Cha-He konnte sich gut in seinen Leutnant hineinfühlen. Doch De-Yong schüttelte seinen Kopf. „Wir einigten uns, dass sie zunächst immer 20 Schritt Abstand zu mir halten sollte. Dann stattete uns der Mönch mit meiner jetzigen Verkleidung als reisender Händler aus, und wir brachen wieder auf. Ich wollte ja dringend zurück in den Süden. Ich wurde ja noch immer bei der Flotte erwartet. Mir war ja nicht bekannt, dass unser König inzwischen geflohen und der Krieg verloren ist." Erneut nahm er die ihm gereichte Flasche entgegen und befeuchtete seinen, vom sprechen trockenen Mund. „Ah. Nun ich dachte, die Dämonin würde jetzt einfach nur abwarten wollen, dass ich getötet würde, und deshalb bereitwillig mit mir zog. Aber vorgestern stießen wir auf sechs Soldaten. Unsere Männer. Na-Ri hatte sich absprachegemäß von mir ferngehalten, und so war ich alleine. Die Männer waren hungrig und sahen in mir eine leichte Beute. Als sie dann noch meine Waffen im Gepäck entdeckten, hielten sie mich für einen feindlichen Spion und wollten mich töten. Es kam zum Kampf. Und obwohl ich einen von Ihnen tötete und zwei schwer verletzte, gelang es Ihnen, mich niederzuschlagen. Dann griff Na-Ri ein und tötete zwei Weitere von Ihnen. Die Überlebenden flüchteten." Betroffen schauten die Soldaten drein. Das hätten auch sie sein können, wenn ...