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Kumiho Na-Ri 02
Datum: 11.10.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... deinem Ahnen gehört?" „Ähm, ja. Aber da warst du so, ..., unnahbar. Übermächtig, souverän, gefährlich und vor allem dankbar, als man dir half." „De-Yong, falls du dich damit gerade entschuldigen wolltest: Du machst es gerade nicht besser! Willst du damit sagen, dass ich genau das Gegenteil bin?" „Nein, nicht das Gegenteil!", antwortete er schnell. „Aber, wie soll ich es ausdrücken, ohne dich erneut ungewollt zu beleidigen? - Vielleicht als menschlich?" Na-Ri sagte nichts. „Na-Ri, wirklich: Das war nicht respektlos gemeint. Ganz im Gegenteil!" Stille „Na-Ri?" Zeitnot Na-Ri war zunächst verblüfft von De-Yongs Aussage. Aber bevor sie etwas antworten konnte, wurde sie unvermittelt aus ihm herausgerissen. Es fühlte sich an, als würde sie gedehnt und verdreht. Dann setzten Halsschmerzen und Atemnot ein, zeitgleich war sie wieder von Dunkelheit umgeben. Es dauerte einen Moment, bis sie begriff, dass sie wieder in ihrem Kopf steckte. Und der befand sich unter Wasser. Oder zumindest einer Flüssigkeit. Sie brannte in ihren Augen und an der Wunde ihres Halses. Zweifellos war es diese Veränderung, welche sie aus der Verbindung zu De-Yong gerissen hatte. Der Geruch und der Geschmack waren seltsam. Sie benötigte einen Moment, um damit irgendetwas zu verbinden. Weshalb zur Hölle noch mal, steckte ihr Kopf jetzt in Buttermilch? * * * Der japanische Dolmetscher Yoshimoto überlegte wieder einmal, wie so oft in letzter Zeit, welchen der vielen ...
... Götter er wohl beleidigt haben musste. Eine größere Erniedrigung als im Moment konnte er sich überhaupt nicht vorstellen. Zugleich musste er zugeben, dass er daran selbst Schuld gewesen war. Hätte er bloß seine Klappe gehalten! Die Koreaner hatten ihm seine Fesseln abgenommen, mit Ausnahme des Strickes um seinen Hals. Doch das war nicht wirklich sehr viel besser. Denn nun wurde er gezwungen, auf allen vieren über den Boden zu kriechen und zu schnuppern, wie ein Hund. Den halben Tag lang schon, zogen sie kreuz und quer durch den Wald, rund um den Kampfplatz und untersuchten alle Stellen, welche möglicherweise die Grabstelle der Dämonin sein könnte. In Ermangelung eines trainierten Jagdhundes musste irgendwer anderes schnuppern, ob Spuren des widerlichen Geruches zu erkennen waren. Breit grinsend hatten die Soldaten ihm deutlich gemacht, weshalb sie ihn dafür am geeignetsten hielten. Am ganzen Körper war er zerschrammt, und seine Hände bluteten. Außerdem war er müde. „Wirklich, ich brauch eine Pause! Ich kann wirklich schon nichts mehr riechen!", bettelte er. „Der Leutnant hat befohlen, den Körper zu finden, auszugraben, und nach Süden zur Flotte zu bringen. Das werden wir tun. Das bedeutet, dass wir sehr viele Tage Weg vor uns haben. Also keine Zeit zu verlieren. Such weiter! Versuch es mal hier drüben!" Der Soldat mit dem Schwert deutet auf ein Gebüsch etwas rechts neben Yoshimoto. Resignierend tat der wie befohlen. Gebückt kroch er drunter und schnupperte, ...