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Kometenhaft 09 - 10
Datum: 23.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
Kometenhaft 09 - Zusammenhänge Freitag 30. Juni Verdammt, was ist das? In den Nachrichtensendern läuft es rauf und runter, dass ältere Menschen immer häufiger einfach so versterben. Nicht an Herzinfarkten oder Schlaganfällen, nein, anscheinend stirbt ihr Körper einfach. Ich habe mich auch schon gewundert, ob ich das früher einfach nicht wahrgenommen habe und es jetzt erst bemerke, weil ich diese Woche mein Zimmer fast nicht verlassen habe. Aber in der Tat fahren mehr Krankenwagen mit eingeschalteter Sirene durch die Stadt. Teilweise wird das derzeit verhältnismäßig warme Wetter dafür verantwortlich gemacht (Seit der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag letzter Woche hat es nicht mehr geregnet), andere bringen die Mikroben aus dem Kometenstaub damit in Verbindung. Wenn die Dinger daran schuld sein sollen, stellt sich mir unweigerlich die Frage: Bin ich auch infiziert? Was passiert dann? Ist es ansteckend, und wenn ja, warum erfreuen sich Andrea und Frank bester Gesundheit? Ob Mareike gesund ist, weiß ich nicht. Sie hat sich noch immer eingesperrt. Tagsüber kommt sie nicht raus, aber die Geräusche aus ihrem Zimmer werden lauter. Ich meine letzte Nacht gehört zu haben, wie sie vorsichtig ihre Tür aufschloss, in die Küche schlich, und sich am Kühlschrank zu schaffen machte. Andrea und Frank haben sich vorhin ins Wochenende verabschiedet. Diesmal fahren sie aber wohl gemeinsam zu Andreas Eltern um mit Andreas alten Schulkameraden in den Juli zu feiern. Nach ...
... feiern ist mir gewiss nicht. Ich frage mich, wie es wohl Vanessa geht. Kometenhaft 10 - Rettungsdienst Samstag 1. Juli Ich bin immer noch dabei, den heutigen Tag zu verarbeiten. Es will mir einfach noch immer nicht in den Kopf, was hier passiert ist. Vielleicht ist dieses blöde Tagebuch doch mal zu was zu gebrauchen. Mein kalter Kaffee von heute Morgen taugt jedenfalls zu gar nichts mehr. Also von vorne: Ich freute mich heute auf einen ruhigen Tag, da sich gestern schon alle meine Mitbewohner, bis auf Mareike, ins lange Pfingst-Wochenende verabschiedet hatten. Was ich genau heute machen wollte, wusste ich noch nicht, aber auf jeden Fall erst einmal genüsslich meinen Kaffee schlürfen und nebenher ein wenig die Zeitung von Gestern durchblättern. Danach den Wocheneinkauf erledigen und noch ein bisschen durch die Altstadt schlendern, oder so. Kurz: einen Tag für mich nehmen, abseits aller Menschen, die mir in letzter Zeit sowieso nur auf die Nerven gingen. Vielleicht könnte ich so mal meine Gedanken ordnen. Aber zwei Dinge vermiesten mir den Morgen: ich fühlte mich auch heute nicht besonders gut und mein Schädel brummte. Und dann: kaum hatte ich mich gemütlich auf meinem kleinen Balkon in die Sonne gesetzt, klopfte es an meine Zimmertür. Verdammt, Mareike, was will denn die jetzt? Kann sie nicht wie sonst auch Freitag abends in ihrem Zimmer verschwinden, und erst am Montag wieder auftauchen? Entsprechend angenervt ging ich zur Tür, riss sie auf und warf ihr ...