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Kometenhaft 09 - 10
Datum: 23.11.2023, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... gleichzeitig ein ungeduldiges "Was ist denn jetzt sch....." entgegen. Fertig wurde der Satz nicht, denn was ich sah, war von allem was ich erwartet hätte, das genaue Gegenteil. Und noch viel mehr als das: Aus der Eile hob sich mein Kopf erst, als die Tür schon offen war, und so sah ich zunächst ihre Füße und Waden. Füße und Waden? Wo waren die Filzpantoffeln, Stricksocken und der knöchellange Rock in Erdfarben? Etwas höher schlossen sich ihre Oberschenkel an. Von einem Rock noch immer keine Spur. Dann ihre Hüfte, die sonst schon unter einem übergroßen Pullover beerdigt war. Auch hier nichts. Kein Rock, kein Pullover und auch kein liebestötender Omaschlüpfer. Ihr Bauch, wo sonst nur graue, gestrickte Wolle sein sollte. Ihr Dekolletee, die Schultern, Arme und der Hals. Wer war diese Frau? Doch dann endlich ein vertrautes Gesicht. Mareike, sie war es wirklich. Vor mir stand Mareike. Nackt. Vermutlich war ich die erste Person außerhalb ihres Elternhauses, die sie jemals so sah. Als mein Verstand es akzeptiert hatte, dass es Mareike war, musste ich sie mir zwangsläufig mit großen Augen und offenem Mund nochmal ansehen, denn dieser Körper konnte unmöglich zu ihr gehören: Sie war schlank und zierlich, etwa 1,65m groß (etwas kleiner als Vanessa). Ihr Bauch war eine sanfte Ebene, die lediglich durch ihren Bauchnabel etwas Struktur erhielt. Ihre Brüste hatten eine nahezu perfekte Tropfenform, die nicht einen Millimeter auflagen. Ihre Brustwarzen standen mir steif entgegen, ...
... umgeben von zwei wunderschönen rosa Vorhöfen in genau der richtigen Größe. Ihre Haut war glatt, weich und soweit ich das auf die Schnelle sehen konnte, vom Hals abwärts vollkommen haarlos. Ja, auch "untenrum". Trotzdem war von ihrer Scham nicht viel zu sehen. Ihre Haltung ließ nicht viele Blicke zu, und so sah ich lediglich den oberen Ansatz ihres Spaltes. Nun ging jedoch alles recht schnell. Noch immer geschockt von dem Anblick, bemerkte ich fast zu spät ihren Gesichtsausdruck und was mir ihre Haltung zu sagen versuchte: Sie schien wie eine Marionette an Fäden zu hängen und der Marionettenspieler hatte wohl gerade einen Schwächeanfall. Ihre Beine stützten sich gegeneinander. Ihr Gesicht war noch blasser, als sonst und ausdruckslos müde. Ihre Augen waren zugefallen, als würde sie schlafwandeln. Sie hauchte mir noch "Hilf mir." entgegen, schließlich sackte sie ohne Vorwarnung in sich zusammen und ich konnte sie gerade noch auffangen, bevor sie auf dem Boden aufschlug. Jetzt spürte ich auch, wie kalt sie war. Kalter Schweiß bedeckte in einer hauchdünnen Schicht ihren ganzen Körper und machte es mir nicht gerade leicht, sie zu halten. Ich schleppte Mareike erst einmal zu meinem Bett und prüfte ihre Vitalfunktionen (Gut, dass ich im Erste-Hilfe-Kurs aufgepasst habe). Außer dass sie eiskalt und ohnmächtig war, schien ihr sonst nichts zu fehlen, also deckte ich sie zu und rief 112 an. Ab da wurde es immer bizarrer und wunderlicher: der Mann in der Rettungszentrale ...