1. Elisabeth, Betty, Sissy 02. Teil


    Datum: 19.12.2023, Kategorien: Betagt,

    So hätte es auch gerne länger als die zwei Jahre hingehen können, wenn nicht einer der Besitzer der Privatklinik ein krummes Ding gedreht hätte, für das er für etliche Jahre ins Kittchen musste und die ganze Klinik geschlossen wurde. In seiner Klemme ritt er aber auch noch Elisabeth mit hinein, und es gelang nur durch das Geschick ihres Verteidigers, sie vor dem Gefängnis zu bewahren.
    
    Und plötzlich standen wir vor dem Nichts.
    
    Elisabeth hatte zwar ein wenig sparen können in dieser kurzen Zeit, aber das Leben in London ist teuer und es war absehbar, dass das Geld schnell alle würde.
    
    Zurück zu ihrer Mutter wollte sie nicht um die Burg.
    
    Es fiel ihr ein, dass eine Cousine ihrer Mutter, das schwarze Schaf der Familie, in Mittelengland lebte und dort offensichtlich wohlhabend war. Mutter sprach von ihr üblicherweise nicht, und wenn dann nur wie Abschaum.
    
    Elisabeth telefonierte mit anderen Verwandten in Deutschland und bekam die Telefonnummer von Tante Elvira heraus.
    
    Schon beim ersten Telefonat nahm unsere Zukunft eine glückliche Wendung!
    
    Tante Elvira war entzückt, ihre Nichte „Betty" zu hören, und als sie von unserer Situation erfuhr bestand sie darauf, dass wir zu ihr nach Shrewsbury kommen. Sie würde schon für uns sorgen.
    
    Es war wie ein Zauber, alle Sorgen lösten sich in nichts auf!
    
    Wir fuhren zu Tante Elvira, die in einem vornehmen Haus im Grünen wohnte, das genug Platz für uns beide bot, ohne die Tante zu inkommodieren.
    
    Tante Elvira war etwa Mitte ...
    ... fünfzig und sah ihrer Cousine in Deutschland ziemlich ähnlich. So wie diese war sie von hoher Gestalt und hatte auch eine gewisse Strenge in ihrem Auftreten. Sie hatte einen mächtigen Busen und breiten Po, nur ihr Gesicht war deutlich weicher und anheimelnder als das gefährliche, scharfgeschnittene Gesicht von Elisabeths Mutter. Zu ihr konnte ich Vertrauen fassen.
    
    Bestimmt war sie einmal als junge Frau eine attraktive Person.
    
    Das Haus war wirklich sehenswert! Viel Holz, dicke Teppiche und ausgestopfte Tierköpfe aus fremden Ländern. Vom Foyer führten zwei hohe Flügeltüren zu Salon und Bibliothek und mittig dazwischen eine breite Freitreppe in den ersten Stock, wo sich die Gemächer befanden, jedes mit eigenem Badezimmer. Unser Zimmer befand sich direkt neben dem Schlafzimmer der Tante.
    
    Wir hatten einen Balkon zu unserem Zimmer.
    
    An einem warmen Abend, als ich am Balkon stand, hörte ich ein Gespräch mit, das die Tante mit Elisabeth in ihrem Zimmer führte. Weil auch ihre Balkontüre offenstand, fiel es mir nicht schwer, alles zu verstehen.
    
    „Sag mal, Betty: Ich wundere mich, nachts so gar nichts von Euch zu hören. Tut sich denn da nichts in Punkto Sex bei Euch?"
    
    Obwohl niemand mich sah, lief ich rot an.
    
    Elisabeth aber antwortete ganz ungezwungen:
    
    „Doch, doch. Mein Mann will regelmäßig Sex."
    
    „Und Du willst nicht?"
    
    „Es geht. Für mich ist es keine große Sache." -- Elisabeth lachte höhnisch auf -- „Im wahrsten Sinne des Wortes."
    
    „Aha!", lachte nun auch ...
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