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Die Mitte des Universums Ch. 114
Datum: 19.12.2023, Kategorien: Nicht festgelegt,
... ob wir nicht kurz ganz nach oben, in den fünften Stock, gehen wollten, damit sie sich mal die Kemenate ansehen und den herrlichen Ausblick vom Balkon über den Park hinweg genießen konnte. „Ach, irgendwann ... nicht jetzt," erwiderte sie nun ebenso halbherzig, und wir bogen in die Küche ein. Bevor wir uns setzen würden, küssten wir uns, und ich griff unter ihr schwarzes Kleid, das allerdings mit einem ‚kleinen Schwarzen' wenig gemein hatte. Es schien ihr leicht zu groß zu sein und war aus etwas steifem Stoff. Es war definitiv nicht geschneidert, sondern von der Stange. Dazu trug sie Teva-Sandalen mit Klettverschlüssen, was aber irgendwie perfekt zu ihrer Persönlichkeit passte: ja, sie war eine schöne junge Frau, klar, und trug deshalb ab und zu mal Kleider. Sie hatte sicher auch Pumps und andere frauliche Schuhchen, aber diese sportlichen Wandersandalen hier unterstrichen ihre zweite, fast schon maskuline Seite, auf die sie wohl letztlich sogar ein wenig stolz war. Nach unserem langen Kuss waren wir noch ein wenig aneinandergeschmiegt stehengeblieben, und ich stellte fest, dass ich durch den Stoff ihres Slips hindurch ihre formidable Klitoris spüren konnte. Nun, da ich mich darauf konzentrierte, bemerkte ich auch, dass wir beide schon schneller atmeten. „Komm, wir gehen doch nach oben ..." schlug ich aus einer Laune heraus vor. Vielleicht konnten wir uns ja doch ein wenig sinnlich vergnügen, bevor die anderen beiden wiederkämen. Und es war ja auch nicht so, dass ...
... Nguyet oder Hoang uns nicht nackt erwischen durften. Mavel überlegte dennoch für zwei, drei Sekunden, nickte aber dann. Wortlos nahm ich wieder ihre Hand und zog sie zurück in den langen Flur, hin zum Treppenhaus. Doch als wir gerade ein paar Stufen auf dem Weg nach oben erklommen hatten, hörten wir plötzlich wieder unten die Tür kreischen. Nun, die zwanzig Minuten waren definitiv noch nicht rum, aber Hoang ahnte ja nicht, dass Mavel und ich noch gern eine Viertelstunde lang allein gewesen waren. Obwohl ich gar nicht wusste, was wir eigentlich gemacht hätten, war es wahrscheinlich eh besser so: Wir waren heute zu viert verabredet und sollten uns wohl unsere sinnliche Energie besser aufheben. Mavel wusste so gut wie ich, dass wir uns nun, da Hoang die Treppe hochkam, nicht einander hingeben würden, aber wir waren dennoch weiter in den vierten Stock hochgegangen, so, als ob wir uns gar nicht dagegen wehren konnten. Wir bogen nach rechts ab und gingen nach vorn, in Richtung des Balkons, der sich -- wie auch alle anderen Balkone auf den Etagen -- quasi über der Eingangstür befand. Wir liefen wieder an dem alten Holz-Sofa vorbei, das hier immer noch stand, aber, anders als die vorigen Male, löste es heute etwas bei mir aus: „Hey, Mavelous, nicht jetzt, aber ... kannst Du, wenn Du pinkelst, zwischendurch immer mal wieder anhalten?" Sie wartete mit ihrer Antwort, bis ich die Balkontür mit einiger Mühe aufgekriegt hatte und wir nach draußen getreten waren. „Ich weiß gar ...