1. Petra


    Datum: 08.01.2024, Kategorien: Inzest / Tabu

    ... verlässt einen die Magie, der Zauber von Erregung und Leidenschaft. Die kleine Welt um uns beide, die sich um uns gebildet hat, vergrößert sich wieder auf das gesamte Universum. Und hier trifft mich eine Erkenntnis, wie ein Schlag. Wir waren, wir sind nicht allein hier. War Claudia in den letzten Minuten vollkommen aus meinem Bewusstsein verbannt, umso stärker kommt sie nun wieder zurück. Ich begreife, was ich, was wir getan hatten, realisiere die folgenreichen Konsequenzen. Wo ist sie? Was hatte sie, während wir es getan hatten, gemacht? Es sind Fragen, die sich nach einer Beantwortung sehnen und nicht einfach zu ignorieren waren.
    
    Bedächtig und voller Gedanken löse ich mich von meiner Tochter, rücke von ihr ab, wende mich um. Claudia steht nicht mehr. Es bedarf einer Weile, bis ich sie entdecke. Schon habe ich die Befürchtung gehabt, dass sie einfach aus der Stube verschwunden war. Zu verdenken wäre es ihr nicht. Aber dann doch erblicke ich sie. Mit versteinerter Miene, den Blick starr auf uns gerichtet, liegt sie gegenüber im Sessel. Ihre Arme hat sie vor sich verschränkt. Außer dem Heben und Senken ihres Brustkorbes und ein kurzes Blinzeln ihrer Augen zeigt sich keinerlei Regung in ihrem Körper und ihrem Gesicht. Unterhalb ihres linken Auges zeichnet sich eine leicht verwaschene schwarze Spur ihrer Wimperntusche ab, die ein, zwei Tränen hinterlassen haben. Sie ist immer noch wütend, das sieht man, wahrscheinlich jetzt mehr auf sich, als auf Petra oder mich. Ich ...
    ... kann es erahnen, wie es in ihr gerade zugeht. Claudia musste mit ansehen, wie ihre Tochter von ihrem Vater gefickt wurde. Und wäre das nicht schon schlimm genug, sie selbst hatte es hochoffiziell erlaubt. Es ist eine ungewöhnliche, fast undenkbare Situation für sie, für uns alle. Wir hatten es, ich hatte es getan und dafür muss ich mich verantworten. Claudia hat es fast befohlen, hat uns dazu gedrängt, das ist ihre Bürde. Die Frage aller Fragen drängt sich förmlich auf. Wer war schuld? Ich stocke, halte inne, stelle mir selbst diese Frage. Doch muss überhaupt jemand Schuld haben. Das impliziert meist immer, dass man etwas Schlechtes, Böses gemacht hat, etwas bereut. Hatten wir das?
    
    Wie verwerflich ist das, was wir getan haben? Nicht für andere, nein für uns. Leise höre ich in mich hinein, nein bereuen tue ich es nicht. Im Grunde wäre es auch ohne dem Jetzt geschehen, wenn nicht heute, dann sicher in der Zukunft. Petra oder ich hätten es nicht verhindern können, es lief auf dieses eine hinaus. Einzig für Claudia ist es etwas, was sich für sie nie so abgezeichnet hat. Ein klein wenig tut sie mir leid, ich kann mit ihr mitfühlen. Es wird nicht einfach werden, sich das selbst schön zu reden. Ich brauche das nicht, für mich sind viele Fantasien zur Wirklichkeit geworden. Nun ist es an der Zeit, meine Frau mit in meine wundervolle Welt zu integrieren, sie mit in sie hinein zu nehmen.
    
    Ich richte mich auf. Mit Glückshormonen vollgepumpt, voller Tatendrang, mit dem Vorsatz der ...
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