-
Valyna 02: Der Zweikampf
Datum: 23.03.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... willkommen hieß. * Laureana schöpfte Hoffnung, als Heinrich wütend aufschrie. Rasch öffnete sie die Augen und verfolgte zuversichtlich, wie er die Hexe angriff. Keinen Augenblick zweifelte sie daran, dass der kampferprobte, kräftige Mann das schmächtige Weib rasch besiegen würde. Doch zu ihrem zunehmenden Unvergnügen fiel ihm der Sieg nicht so mühelos zu, wie sie gerechnet hatte. Der Ringkampf schien geradezu ausgeglichen und in einigen erschreckenden Sekunden fürchtete die Prinzessin, dass ihr Prinz unterliegen könnte. Angst und Aufregung ließen nicht zu, dass sie sich abwandte, auch wenn es ihr nicht schicklich erscheinen wollte, ein unbekleidetes Paar dabei zu beobachten, wie es sich auf einem Bett herumwälzte. Sie rechtfertigte sich damit, dass es schließlich um ihre eigene Befreiung und die Unterwerfung einer bösen Zauberin ging und die Absichten ihres Retters zweifelsfrei ehrenhaft waren. Irritierend empfand sie dabei allerdings, dass ein ganz bestimmtes Teil seiner Gestalt immer wieder in ihr Blickfeld geriet und dabei von Mal zu Mal an Größe und Umfang zunahm. Dies schien ihr der Situation ganz und gar unangemessen zu sein. Womöglich, räsonierte sie, berauscht sich ein wahrer Krieger an Streit und Gefahr, so dass dies eine völlig natürliche und selbstverständlich asexuelle Folge des Kampfes war. Endlich kamen die beiden Kontrahenten zur Ruhe und zufrieden entdeckte Laureana, dass Heinrich seine Gegnerin niedergerungen hatte und sie aufforderte ...
... ihre Niederlage einzugestehen. Doch die freche Frau wollte die Wahrheit nicht anerkennen. Was war das? Laureana wollte ihren Augen nicht trauen, als sich die beiden küssten. Empört brüllte sie Schimpfwörter, die sie nie über die Lippen gebracht hätte, wenn jemand in Hörweite gewesen wäre. Sie brauchte einige Augenblicke, bis sie verstand, was sich anschließend abspielte. Schließlich konnte sie hierzu auf keinen eigenen Erfahrungsschatz zurückgreifen und musste zunächst akzeptieren, dass sie etwas beobachtete, was ihrer Moralvorstellung nach ausschließlich in der Privatheit eines ehelichen Schlafgemachs stattfand. „Nein!" Wütend sprang sie auf und trommelte mit den Fäusten gegen das Sichtfenster. „Du Hure! So einfach nimmst du mir meinen Prinzen nicht weg. Wenn du gegen die Regeln spielst, dann werde ich das auch tun." War sie etwa eifersüchtig, fragte sie sich. Das konnte nicht sein, entschied sie, nicht auf diese Person. Es handelte sich nur um standesgemäßen Stolz und ehrliches Pflichtgefühl. Denn letztendlich waren Prinz Heinrich und sie verlobt. Und für eine wohlgeborene Prinzessin war es undenkbar, ihr gegebenes Gelübde zu missachten. Sie würde ihn nie aufgeben. Abschätzend sah sie an sich herab und verglich sich mit der Konkurrentin, die sich auf so unwürdige, ekstatische Weise auf dem Bett mit ihrem zukünftigen Gatten erging. Leider musste sie eine nicht sehr ermutigende Bilanz ziehen. Im Vergleich mit den üppigen weiblichen Rundungen der ...