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Valyna 02: Der Zweikampf
Datum: 23.03.2024, Kategorien: Sci-Fi & Phantasie,
... und wie er es tat. Nach einer ganzen Weile, in der sie seine Liebkosungen passiv genossen hatte, hob Valyna kurz den Kopf, als habe sie etwas wahrgenommen, das ihm entgangen war. Er folgte ihrem Blick mit seinen eigenen Augen und sah in den großen Spiegel. Die Glasfläche verzerrte das Bild des Zimmers, so dass die beiden Personen auf dem Bett überdeutlich im Zentrum zu erkennen waren, während der Rest in den Hintergrund trat. Ein netter Trick, entschied Heinrich, aber nichts, was ihn besonders interessierte. Er hatte ähnliche Einrichtungen schon gesehen. Auch die Einsicht, dass es manche Menschen außerordentlich erregte, sich beim Liebesspiel selbst beobachten zu können, war ihm nicht fremd. Wenn Valyna zu dieser Sorte gehörte, wollte er darauf eingehen. Geschmeidig erhob sie sich in eine kniende Position und griff nach den Knöpfen seines Hemds, um sie zu öffnen. Er wehrte sie sanft ab. „Lass mich das selbst machen." Er stand auf und ging ein paar Schritte, bis er sich unmittelbar vor dem Spiegel befand. Dabei bemühte er sich, sich in einem wogenden Gang zu bewegen, der lasziv wirken sollte. Mit einem Blick in die glänzende Fläche vergewisserte er sich, dass die zurückbleibende Frau nur seinen Rücken direkt sehen konnte, während er ihr das Bild seiner Vorderseite als Reflexion präsentierte. Sie wirkte ein wenig überrascht, vor allem aber amüsiert, was ihn irritierte, da er sich eine andere Wirkung erhofft hatte. Aber er entschied, sich davon nicht verunsichern ...
... zu lassen. So lange es sie fröhlich machte, sollte es für ihn in Ordnung sein. So langsam und provokant wie er nur konnte, öffnete er Knopf um Knopf und strich dazwischen, um Zeit zu gewinnen, immer wieder über seinen eigenen Oberkörper, spannte seine gut trainierten Muskeln in Armen und Brust an und inszenierte jeden sichtbar werdenden Zentimeter seiner Haut, als sei er eine Offenbarung. Als das Hemd endlich zu Boden raschelte, nahm er noch einige Posen ein, die er bei Kraftsportlern abgeschaut hatte. Erst danach streifte er seine Stiefel von den Füßen und machte er sich daran, seinen Hosengürtel zu öffnen. * Laureana starrte ungläubig auf die Schau, die sich ihr bot. Zunächst hatte sie neue Hoffnung geschöpft, als Heinrich von dem schändlichen Tun mit der schamlosen Frau abließ und auf sie zu kam. Hatte er ihre Signale vielleicht doch vernommen und würde die Barriere nun zertrümmern? Entgeistert beobachtete sie dann aber seine geradezu weibische Gangart, mit der er sich ihr näherte. Wollte er sie damit verhöhnen? Und dann folgte das Entwürdigenste, das sie jemals erlebt hatte. Er entledigte sich seines Hemdes auf eine völlig unangemessene Weise, wobei er sich wie ein rolliger Kater gebärdete. Dabei stand er so nahe vor ihr, dass sie ihn mit ausgestreckten Fingerspitzen hätte berühren können, wenn die undurchdringliche Trennscheibe nicht zwischen ihnen gewesen wäre. Als sie glaubte, es könne nicht mehr schlimmer werden, streifte er seine Beinkleider ab, ...