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Manchmal träume ich... 06
Datum: 23.03.2024, Kategorien: Nicht festgelegt,
Unser Wohnzimmer. Nachts. Ich sitze allein auf dem Sofa, im Dunkeln, mit gespreizten Beinen. Nackt. Hier zu sitzen macht mich rasend. Die Dunkelheit genauso -- sie ist perfekt, um sich Dinge zu erträumen, die niemals wahr werden. Dinge, die viel zu erregend sind, um sie in Wirklichkeit zu erleben. Zu erregend und zu außergewöhnlich. Zu verrückt. Zu skurril. Zu... egal was. Ich winkle die Knie an, rutsche mit dem Steiß an die Sofakante, lehne mich zurück. Spreize mich noch ein wenig mehr. Schließe die Augen und erträume mir... *** Als mich ein Mann lachend in das Wohnzimmer schubst, bin ich noch immer nicht ganz wach. Fast noch schlafend wurde ich aus meinem Bett gerissen und aus meinem Zimmer geschoben. Und nun bin ich hier. Im Wohnzimmer. Der Mann, der nur Einer von Dreien ist, drängt mich zum linken Ende des Sofas, auf dem, fast genauso verschlafen aussehend, wie ich mich fühle, meine gesamte Familie nebeneinander sitzt -- meine Mutter, mein Vater und meine Schwester, recht frisch achtzehn geworden. Ich gähne und glaube an einen Scherz. Irgendwas Dummes, was in wenigen Wochen im Fernsehen zu sehen sein wird. Die Augen meiner Mutter verraten mir jedoch, dass es... irgendwie kein Scherz ist... Drei fremde Männer in unserem Wohnzimmer. Nachts. Der, der mich ins Zimmer geführt hat, grinst über das ganze Gesicht und betrachtet uns vier. Der zweite steht in der Mitte des Zimmers und scheint eher unsicher zu sein. Während der Dritte am anderen ...
... Ende des Sofas steht und... nun. Ja. Eine Pistole in der Hand hält. Sie sieht unecht aus, aber wer kann so etwas schon tatsächlich aus der Ferne beurteilen? „Wir haben ein paar Wertsachen, ein bisschen Geld... jetzt fehlt nur noch der Spaß, nicht wahr, Jungs?", will die grinsende Nummer Eins wissen. Er schaut uns drei erneut an und lässt dabei meinen Vater aus. „Zwei Generationen, eine schöner als die andere. Kein schlechter Fang. Welche willst du, Joe?" Joe, Mann Zwei, wackelt unsicher mit dem Kopf. „Keine. Wir sollten abhauen." „Ach Quatscht", Nummer Eins winkt ab. „Uns bleibt noch die ganze Nacht, nicht wahr, Schatz?" Mit diesen Worten macht er einen Schritt auf das Sofa zu und beugt sich zu meiner Mutter hinunter. Da sie neben mir sitzt, kann ich sein billiges Deo riechen. Er greift ihr ohne Umschweife mit beiden Händen an die Brüste und versucht sie, zu küssen. Bis dahin war alles eher verschwommen. Wie in einem schlechten Traum. Dann geschehen mehrere Dinge auf einmal: Mein Vater springt auf und erwischt Mann Eins sehr ungünstig im Gesicht, ehe Mann Drei reagieren und aus seiner Ecke hervorspringen kann. Meine Mutter, meine Schwester und ich schrecken zurück und rücken näher zueinander, meine Mutter in der Mitte, in dem Wissen, dass mein Vater gegen drei Männer keine Chance haben wird. Ein kurzer Kampf, ein beidseitiges Gerangel. Binnen weniger Sekunden liegt mein Vater auf dem Boden, bäuchlings, einen der Füße von Mann Eins im Kreuz, der von ...