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Im letzten Moment
Datum: 06.04.2024, Kategorien: Betagt,
... er würde sie um eins abholen, dann hatte sie immer parat gestanden. Bis heute. Okay, sagte er sich, wenn nicht hier, dann Toilette. Er sprang vom Tisch, nicht ohne seine Hand auf die Schulter des Stuhlbesitzers zu legen und sich nochmals zu bedanken. Dessen Lippen formten ein ergebenes 'schon gut', dass Enno nur erahnen konnte. Schlängelnd bewegte er sich durch die schwankende Menge und enterte die Stufen in den Keller zur Glückseligkeit. Er brauchte nicht zu fragen, wo es langging, der Gestank zeigte ihm den Weg. Unten fand er seine Tochter. In Tränen aufgelöst vor einer geschlossenen Klotür, blockiert von zwei schmächtigen Jünglingen. "Was ist?", brüllte er seiner Tochter ins Ohr, die erschreckt zusammenzuckte. "Frieda! Da drin! Vergewaltigung!", rief sie zurück. Enno fragte nicht lange, die blöd grinsenden Gesichter der Türwache sagten ihm alles. Die zwei mochten mit ihren Messern vielleicht die Meute in Schach halten, die wie Julia nahezu hypnotisiert das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachteten. Vielleicht hatte sogar ein besonders mutiger schon die Bullen gerufen, aber darauf wollte sich Enno lieber nicht verlassen. Er tat so, als würde ihn das Ganze nichts angehen und als wolle er seine Tochter hier herausholen. Für die beiden musste es so aussehen, als wolle er sich an ihr vorbeischlängeln, um sie herauszuschieben. Dass Enno sich blitzschnell herumdrehte, beide packte und ihre Köpfe aneinanderschlug, dass es krachte, bekamen die zwei schon ...
... nicht mehr mit. Enno schob die Bewusstlosen mit dem Fuß unter die Waschbecken, wo sie in einer Pampe aus gebrauchten nassen Papierhandtüchern liegen blieben. Eine erneute Drehung und sein Fuß krachte in die Klotür. Die folgende Szene spielte sich in einer Zehntelsekunde ab, sollte aber Folgen für einige Jahre haben. Die Tür flog auf, krachte Lino ins Kreuz, der Frieda heute Abend zu seiner Auserwählten gemacht hatte, ihm einen zu blasen. Linos Hintern nahm den Schwung auf, gab ihn physikalisch korrekt an seine Vorderfront weiter und presste seine Stange tief in Friedas Schlund. Die wiederum war auf einen solchen Angriff nicht vorbereitet und regierte entsprechend. Reflexartig biss sie zu und entleerte gleichzeitig ihren Mageninhalt. Vor Schmerzen aufheulend musste Lino zusehen, wie seine Unterhose plötzlich mit einem Schwall grün-gelber Brühe gefüllt wurde. Zur Überraschung aller hatte Lino noch nicht genug und setzte zur Gegenwehr an. Frieda saß völlig perplex und regungslos auf der Schüssel, während seine Faust auf sie zusauste. Im letzten Moment wurde sie weggerissen. "Au! Scheiße!", brüllte Lino, dessen Arm plötzlich nach hinten oben zur Decke zeigte. "Lass mich los, oder ...!" "Oder was?", erwiderte Enno gefährlich ruhig und drückte noch ein wenig nach. "Au! Arschloch! Wir machen dich alle!", gab Lino immer noch nicht auf. Im Augenblick unterdrückte Adrenalin die Schmerzen in seinem Schwanz, aber das sollte sich schnell ändern. "Wenn du deine Kumpels ...