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Im letzten Moment
Datum: 06.04.2024, Kategorien: Betagt,
... zurückgegriffen, ihm einen Kompressionsverband verpasst und ein Antibiotikum gegeben. Schmerztabletten sollte er bei Bedarf weitere von der Nachtschwester bekommen. Doch Lino hatte nicht gerade seinen besten Tag. Zu allem Unglück kam auch noch Pech in Gestalt von Justin hinzu. Justin war Praktikant auf Nachtschicht und kannte Lino und dessen Treiben. Er wusste, welches Arschloch er da vor sich hatte, als er aufgefordert wurde, ihm die Tabletten zu bringen. Im Club hatte er sich nie getraut einzugreifen, aber hier sah er seine Chance. Nicht, dass er damit moralisch besser gewesen wäre als Lino, aber gut tat es ihm doch, als er sagte: "Hol sie dir. Aber ganz vorsichtig." Justin war keineswegs schwul, aber diese Gelegenheit konnte er sich nicht entgehen lassen. So hatte er sich die Pillen mit Genugtuung unter die Vorhaut geschoben und hielt Lino auffordernd seinen schlappen Schwanz hin. Und Lino tat wie ihm geheißen. Völlig fertig war ihm alles egal. Auch dass Justin eine Handyaufnahme machte, wie er ihm die Möhre lutschte, um an die verdammten Pillen zu kommen. "Ich hoffe ja, du wanderst in den Knast, mein Freund", kommentierte Justin genüsslich die Szene. "Falls nicht, und du glaubst hier wieder den Dicken markieren zu können, dann stell dir vor, wie es für dich aussieht, wenn dieses Filmchen im Netz landet." Linos Antwort "Arschloch" klang etwas gewürgt, aber das war Julius herzlich egal. In dieser Stadt war Lino erledigt. Das war ihm deutlich bewusst. Alle ...
... hatten seinen geknickten Schwanz gesehen und seine vollgekotzte Unterhose. Ein paar hatten ängstlich drein geschaut, doch die meisten hatten gegrinst. Nicht laut losgelacht, das hatten sie sich nicht getraut. Gegrinst. Widerlich gegrinst. Ohne jeden Respekt und voller Schadenfreude. Er würde umziehen müssen. Am Boden zerstört nahm er den fremden Penis in den Mund und holte sich seine Pillen. Und noch einiges mehr. Mit irgendetwas musste er ja herunterspülen. --- "Ich setze dich dann zu Hause ab", wandte sich Enno nach einer Minute des Schweigens an Frieda. "Kann ich nicht bei Julia übernachten?", fragte die jedoch etwas kläglich. "Bei mir?" "Wenn es geht. Ich möchte nicht alleine sein, diese Nacht." "Also ...", wollte Julia schon Gegenargumente anbringen, doch ihr Vater fuhr ihr schnell in die Parade. "Klar doch", rief er von vorne. "Ihr Bett ist breit genug und für ihre beste Freundin wird sie bestimmt noch ein Nachthemd übrig haben." "Ja, natürlich", gab Julia nach. Das mit der besten Freundin war so eine Sache. Mal ja, mal nein. Der Spruch 'Pack schlägt sich, Pack verträgt sich' passte ganz gut auf die beiden. Der heutige Abend hatte eigentlich dem Anzünden einer Friedenspfeife dienen sollen, aber so richtig näher gekommen waren sich die Freundinnen noch nicht, als die Sache mit Lino passiert war. Enno lud die beiden also vor Julias Zimmer ab und ging in sein eigenes Schlafzimmer. 'Als hätte ich so etwas geahnt', brummte er in seinem Bett zu ...