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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... Rätsel." Sie nickte, holte tief Atem und warf dann den Motor an. Ihr Blick ging starr geradeaus und ich tat mein Bestes, ihre Konzentration nicht zu stören. Erst nach einigen Minuten schien sie sich soweit gesammelt zu haben, dass sie von sich aus wieder das Gespräch suchte. "Die anderen Systeme, die morgen noch dran sind, sind relativ einfach zu beherrschen, zum Teil in der Bedienung etwas umständlich, aber du hast eine unglaublich schnelle Auffassungsgabe. Gegenüber mir hast du noch den Vorteil, dass du die dahinterstehenden Programmiersprachen beherrscht. Das ziehen wir locker durch. Wann geht dein Zug morgen?" "Halb fünf." "So, wie wir bis jetzt vorangekommen sind, selbst unter den erschwerten Bedingungen, sind wir wahrscheinlich schon gegen zwei, halb drei fertig." "Gut. Uns fällt bestimmt etwas ein, wie wir die Lücke füllen können. Aber wer weiß, vielleicht bist du morgen ja froh, mich so schnell wie möglich loszuwerden." "Oder will dich nicht gehenlassen." "Ehm... ich glaube, neunzig ist in einer geschlossenen Ortschaft grenzwertig, oder?" "Kann sein. Hast Recht. Hier wird auch öfter geblitzt. Danke. Ich fahr wie auf Schienen. Ist das alles irre. Man gut, dass wir jetzt schon unterwegs sind, in ein zwei Stunden ist der Verkehr hier extrem." "Ich könnte das als Wortspiel aufgreifen, aber das lenkt dich sicher weiter ab." "Sehr fürsorglich. Hast du das eigentlich alles geplant, oder war..." "Natürlich. So endet jeder meiner ...
... Business-Trips. Ganz alte Masche, die Sendung mit der Maus." "Dachte ich mir. Ihr Berliner seid ganz schlimme Finger." "Na, wir wissen wenigstens etwas mit ihnen anzufangen. Du bist natürlich die Unschuld vom Lande, darum hast du dich heute auch wie eine Nonne angezogen, oder?" "Mir war klar, dass es heute heiß werden würde. Dass es so heiß werden könnte, hätte ich allerdings nicht gedacht. Zumindest nicht bei der Arbeit. Ich dachte, du wartest wenigstens bis nach dem Essen mit dem Versuch, mich zu verführen." "Verführen? Das hätte ich mich nie getraut. Ich bin schrecklich schüchtern. Zudem kannst du Karate. So ein Risiko wäre ich nie eingegangen." "Ja, ich kann furchteinflößend sein, das ist mir völlig klar." "Versprichst du mir, mir nicht weh zu tun?" "Wenn du meine Wünsche erfüllst, hast du nichts zu befürchten." "Ehm... hundert ist doch noch etwas mehr als neunzig?" "Verflucht... an dir ist ein Mathematiker verloren gegangen. Keine Angst, jetzt muss ich eh abbiegen. Und dann sind wir fast da." "Ich bin aus vielerlei Gründen erleichtert das zu hören." --- Sie wohnte in Hamburg-Altona, in einem mehrstöckigen Wohnsilo, der allerdings in einer witzigen verschachtelten Bauweise fast wieder interessant aussah. Mein Puls raste, als sie endlich ihre Wohnungstüre aufschloss und das lag nicht daran, dass wir die Treppen fast hochgerannt waren. Ich kam noch circa zwei Meter in den Flur, dann knallte ihre Tür zu und sie hing an meinem Hals, fand meine Lippen ...