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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... der Zeit war, bis es richtig knallt." "Anders geht es nicht, das sehe ich ganz genauso. Du hast mein Mitgefühl, ich kann mir kaum vorstellen, wie sie reagieren wird. Du hast meine Nummer, oder? Ich hatte Nina drum gebeten, sie an dich weiterzuleiten. Ruf mich an, auch wenn du mit jemanden reden möchtest, der nicht Nina ist, du verstehst?" "Ja, die hab ich und ich danke dir für das Angebot. Okay, wir telefonieren einfach nächste Woche mal?" Sie nickte und küsste mich auf den Mund. Ich brauchte eine ganze Weile, bis ich mich ans Putzen und die Bewältigung des Alltags machen konnte. Vor dem Gespräch mit Anne hatte ich Angst. Führen würde ich es müssen. Was, wenn sie fordern würde, dass ich sofort den Kontakt zu Nina abbrach? Also, eine "sie oder ich"- Situation heraufbeschwor? Ninas Einstellung konnte ich ihr zwar mitteilen, aber beruhigen würde sie das vermutlich trotzdem nicht. Oje, sie hatte versucht mich anzurufen, und dann mehrere Nachrichten geschrieben. Es machte keinen Sinn, jetzt darauf zu antworten und zu erklären, das tat ich besser in Person. Ich überlegte eine Weile und schrieb dann doch eine Nachricht, in der ich nur kurz mitteilte, dass alles okay sei und ich nur Samstag nicht zuhause war, damit sie sich weiter keine Sorgen machte. Die Flut der Ereignisse und Erfahrungen brachte mich ganz schön ins Rotieren, nach all den gleichförmigen, bis auf Luises Geburt vergleichsweise ereignislosen Jahren zuvor. Nicht nur die Geschichte mit Nina, auch ...
... Larissa und ihre traurige Vergangenheit, Julia in Hamburg, Lisa und ihre kriselnde Beziehung. Ich war plötzlich wieder in die Leben anderer eingebunden, nahm in unterschiedlichen Graden daran teil, boten sich Entwicklungsmöglichkeiten an. Wie die einer echten, engen Freundschaft mit Larissa, die mich wirklich mehr als Mensch anzog, so attraktiv sie auch als Frau war. Ich war aber genauso im Begriff, mir darüber klar zu werden, wie sehr ich an Anne und Luise hing und dass ich wirklich nicht bereit war, diese Ehe leichtfertig zu beenden. Und dann Nina. Es hatte mich nicht nur etwas, es hatte mich voll erwischt. Ich war wirklich total verliebt, das war keine Nebenwirkung der reichlich konsumierten Drogen, das war ein echtes, ehrliches Gefühl. Anne und Luise kehrten am späten Nachmittag zurück. Anne wirkte nicht wirklich sauer, wollte aber schon gleich wissen, wo ich gewesen war. Ich sagte ihr nur knapp, dass wir bei Flo bei einer Afterparty versackt waren und ich ihr den Rest abends erzählen würde, das ging schließlich vor dem Kind nicht. Das Kind hörte im Bett Hörspiel, als ich mich nervös dem Gespräch stellte. "Kannst du beim nächsten Mal vielleicht einfach anrufen und Bescheid geben, was los ist, wenn du nicht an dein Handy kannst? Wir haben uns beide totale Sorgen um dich gemacht." "Ja, da habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht dran gedacht. Dafür ging einfach zu viel ab." "Was heißt das, hast du wieder mit den beiden Frauen geschlafen?" "Mit allen ...