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Offen 01
Datum: 07.04.2024, Kategorien: Sonstige,
... Seite, die mir im Weg waren. Als ich dies mit einem Mädel tat, hielt mich ihr Freund fest und wollte griffig werden. Ich schrie ihm Notfall ins Ohr, deutete auf den Türausgang, und er ließ mich tatsächlich los. Ich erreichte den Vorraum trotzdem unerträglich langsam. Und fand Larissa schon wieder vor dem Tisch knieend mit ihrem mitgebrachten Glasröhrchen in der Hand, eine fette Line vor sich mit einer Karte zusammenschiebend. Ich griff an ihre beiden Handgelenke und hielt sie fest. Ich brauchte nicht zusammenzurechnen, was sie an diesem Abend schon alles konsumiert hatte. Diesen fertigen Anblick kannte ich. Diesen Anblick hatte ich bereits bei einer Bekannten vor zwanzig Jahren einmal gehabt, die wir eine halbe Stunde danach mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus bringen mussten, wo sie nach viertägigem Todeskampf verstarb. Larissa stand kurz vor einer Überdosis. Ich brauchte keine Erklärungen abzugeben, sie wusste oder ahnte es selbst, wehrte sich nicht, als ich sie wegzog und zusammen mit der ebenfalls herbeigeeilten Nina auf das dahinterstehende Sofa drückte. Sie brach zusammen, weinte, zitterte, übergab sich ansatzlos und spülte mit ihrem Schwall Erbrochenen auch die Line, die wahrscheinlich die eine zu viel gewesen wäre, weg. Wir richteten sie auf, nahmen sie zwischen uns und brachten sie zur nächsten Toilette, drängelten uns rücksichtslos an den anderen Wartenden vorbei, als die Tür dort aufging und sie schaffte es gerade noch bis zur Kloschüssel, bevor sie ...
... sich erneut übergeben musste. Wir wehrten die protestierenden anderen schnell ab, sollten sie doch zu den anderen Klos ziehen. Nina sperrte die Tür zu und wir warteten geduldig, bis Larissa ihren Brechreiz überwand, reinigten sie und uns notdürftig, denn im Vorraum hatten wir alle etwas abbekommen. Sie war leichenblass, aber schien soweit wiederhergestellt, dass sie alleine gehen und zahlreiche Entschuldigungen stammeln konnte, weil sie uns nach ihrer Ansicht den Abend verdorben hatte. Wir brachten sie nach draußen, damit sie besser Luft bekam. Ich blieb bei ihr, während Nina losschoss, um Flo zu suchen. "So eine verdammte Scheiße... das tut mir so leid..." "Mir nicht. Ich bin nur froh, dass wir dich noch rechtzeitig gefunden haben. Das war knapp, das ist dir klar?" "Ja, Scheiße, sorry... ich weiß nicht... es war alles..." "Komm, jetzt brauchst du nichts zu erklären. Wir gehen zu dir und dann kommst du erstmal runter." Ich nahm sie in den Arm und drückte sie fest an mich. Sie weinte leise, aber klammerte sich wie eine Ertrinkende an mich. Es dauerte überraschend lange, bis Nina zurückkam, alleine dazu. "Was ist mit Flo?" "Sie entschuldigt sich. Sie hat Anschluss für heute Nacht gefunden und würde das gerne auskosten. Erst wollte sie unbedingt mit, aber es ist ja nicht wirklich notwendig. Sie... sieht einem DP entgegen, sie hat gleich zwei Typen aufgetan, die sie ficken wollen." Sogar Larissa musste lachen. "Flo wie sie leibt und lebt. Na, dann ...