1. Bewährung


    Datum: 13.04.2024, Kategorien: Romantisch

    ... im Garten, hörte sich stirnrunzelnd meine Erklärungen an, während sich Sophie den neugierigen Fragen meiner Söhne ausgesetzt sah.
    
    "Warum... ist das jetzt so eilig?", fragte Anette, mit einem Hauch von Misstrauen.
    
    Sophie war außer Hörweite, da meine Söhne sie gleich zum Vorführen ihrer Spielzeuge entführt hatten.
    
    "Der Mann, bei dem sie jetzt wohnt, erpresst sie zum Sex, als Gegenleistung dafür, dass sie bei ihm übernachten kann."
    
    Anette wirkte noch geschockter, als ich das zuvor gewesen war. Sie nickte langsam.
    
    "Oh Gott, das arme Ding. Dann macht es Sinn. Solange es nicht die Regel wird, dass du dir Arbeit mit nachhause bringst..."
    
    "Nein, das ist eine absolute Ausnahmesituation. Sie hat vom Leben offenbar heftig eingeschenkt bekommen. Außerdem nimmt sie die Sache mit Jochen doch ganz schön mit. Das habe ich dir noch gar nicht erzählt..."
    
    Was ich nun nachholte. Auch nicht verschwieg, dass Sophie und er sich weit über das Professionelle hinaus nähergekommen waren. Anette schaute mich lange an, dann wieder auf die nun mit den Kindern tobende Sophie und nickte langsam.
    
    "Dann los. Schafft ihr das alles bis sieben? Oder wollen wir heute später essen?"
    
    "Nein, das sollte klappen. Du bist die Beste. Danke, mein Schatz."
    
    Ich sammelte Sophie auf, die strahlte, als sie von Anettes Einverständnis erfuhr. Sie ließ es sich nicht nehmen, sich noch bei ihr zu bedanken, bevor wir losfuhren. Die Kinder waren happy, als sie mitbekamen, dass ihre neue Freundin ...
    ... wiederkommen und einige Tage bei uns bleiben würde.
    
    Sie hatten sie offenbar sofort ins Herz geschlossen. Das ging mir nicht anders, das wurde mir in diesem Moment erst richtig bewusst. Und nichts war mir wichtiger, als dass sie ihre Klamotten aus der Wohnung dieses Typen abholte. Er wohnte gar nicht so weit von uns entfernt, vielleicht kannte ich ihn sogar vom Sehen.
    
    "Soll ich mit rauf, ist es viel?"
    
    "Nein, nur ein Rucksack und eine Tasche. Es... könnte einen Moment dauern. Ich... schulde ihm noch... etwas für die letzte Übernachtung."
    
    "Kommt nicht in Frage. Ich gehe mit dir rauf. Warum hast du dich überhaupt darauf eingelassen?"
    
    "Besser als auf der Straße zu übernachten", gab sie mit tonloser Stimme zurück. "Und er hat sich an die Abmachung gehalten, nicht mehr versucht."
    
    "Mädchen... egal, darüber sprechen wir nochmal in Ruhe. Jetzt lass uns deine Sachen holen."
    
    Ich hatte nicht übel Lust, das Schwein zur Rede zu stellen. Sie hatte keinen eigenen Schlüssel und musste klingeln. Das in meinen Augen Monster öffnete die Tür. Überrascht starrte ich den mir wohlbekannten Mann an. Auch er schien mich nach einigen Sekunden zu erkennen und wurde blass.
    
    Steffens Klassenlehrer, Fischer hieß er wohl.
    
    "Ulli, das ist mein Bewährungshelfer, Herr Hofmann. Ich habe eine Wohnung und hole nur meine Sachen."
    
    Er bedachte sie mit einem bösen Blick, aber verkniff sich einen Kommentar, als sie an ihm vorbei in die Wohnung schlüpfte. Sah mich nervös an.
    
    "Ja. Ich habe sie ...
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