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Die Mitbewohnerin
Datum: 08.06.2024, Kategorien: Nicht festgelegt,
... Bücher und Papiere ausgebreitet und dazwischen stand das dreckige Geschirr, Tüten von Snacks, Schüsseln, aufgerissene Erdnüsse und einiges mehr. Ich habe den ganzen Tag gelernt und mich nicht weiter um das Aufräumen gekümmert. In der Küche war noch die ganze Spüle voll mit Geschirr von gestern Abend, das ich abspülen müsste. Am späteren Abend war ich durch das lernen ziemlich kaputt und habe mich kurz auf das Sofa gelegt. Fest in der Absicht, mich ein paar Minuten auszuruhen und dann die Wohnung in Ordnung zu bringen. Ich war eingeschlafen und wurde erst wieder wach, als Saskia von ihrer Schicht in der Bar heim gekommen ist und mich laut, fast schreiend aufweckte. "Was ist das hier denn? Ich bin den ganzen langen Tag unterwegs und du veranstaltest hier so einen Saustall? Was glaubst du, wie das hier funktionieren soll?" Ich war an der Uni, war noch 6 Stunden arbeiten und du machst hier nichts, außer die Wohnung ins Chaos zu stürzen? Schau mal, wie das aussieht? Du hast ja noch nicht mal das Geschirr von gestern gespült! Ich platze gleich!" Ich schaue schlaftrunken zu ihr rüber, wie sie da steht an der Garderobe neben der Wohnungstür mit ihren Händen an den Hüften und einem wütenden Gesichtsausdruck. Ja, ok, ich hatte hier ein ziemliches Chaos hinterlassen. "Mir reicht es hier jetzt langsam. Du zahlst seit anderthalb Monaten keine Miete, machst keinen Handschlag und die Wohnung sieht aus wie ein Saustall. Man kann dich nicht einmal allein ...
... lassen." "Entschuldige. Ich habe heute den ganzen Tag gelernt und wollte noch Aufräumen. Ich bin eingeschlafen, was echt ein Versehen war. Ich mache jetzt gleich alles wieder ordentlich." "Ach, und du meinst, das reicht? Du machst hier jeden zweiten Tag ein Chaos und spülst kein Geschirr, deine dreckige Wäsche stapelt sich im Bad und du hast immer noch keinen neuen Job! Wie lange soll das noch so laufen? Ich bin mit meiner Geduld am Ende. Hörst du? Am ENDE!" Ich schaue sie reumütig an, blicke dann auf den Boden. Ich wusste nichts darauf zu antworten und wartete, dass sie aufhört zu schimpfen, damit ich anfangen kann aufzuräumen. "Hier wird sich jetzt etwas ändern. Aber gewaltig. Du weißt, du stehst nicht im Mietvertrag, sondern bist nur mein Untermieter! Wenn du das nicht schnell änderst, dann fliegst du raus und kannst schauen, wo du bleibst. Und deine Mietschulden will ich auf der Stelle haben. Ich zahle doch nicht für dich und du machst hier, was du willst." "Ich bezahle die Mietschulden. Ich habe das Geld nur gerade nicht. Hab noch ein paar Wochen Geduld. Sobald ich einen neuen Job habe, werde ich dir das wie versprochen zurückzahlen". "Das reicht mir nicht. Du wirst schon mehr machen müssen als das. Und jetzt hör mir gut zu, wenn du nicht auf der Straße landen willst. Ich bin seit über einem Jahr Single. Ich bin teilweise so horny, dass ich mich nicht auf mein Studium konzentrieren kann. Wenn du nicht morgen schon hier rausfliegen willst, wirst du es mir besorgen, und zwar ...