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Gut Jaspis (Teil 02)
Datum: 12.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,
... die Stimme meiner Mutter, die mir zurief, dass ich hinunterkommen sollte, da es gleich Essen geben würde. Hunger hatte ich nicht wirklich. Dafür war ich innerlich dann doch viel zu aufgeregt. Doch das Abendessen zu verweigern, hätte nur unangenehme Diskussionen und Fragen nach sich gezogen. Ich legte also die Kamera zu den Tickets auf meinen Schreibtisch, da ich morgen Früh auf keinen Fall versäumen wollte, noch mit dem Gerät erneut den Weg in die Stadt anzutreten, um mir einen Vorrat von dem speziell benötigten Fotopapier zu besorgen und gleichzeitig auch ein leeres Album oder Fotobuch zu erstehen. Dann schnappte ich mir mein Handy, stellte es noch schnell auf Stumm und machte mich mit einem leicht mulmigen Gefühl auf den Weg nach unten in Richtung Esszimmer auf. Seit dem definitiven Bestehen meiner Abschlussprüfung, war ich neben meiner Freude leider auch dieses beklemmende, leicht bedrohliche ziehen in meiner Bauchgegend nicht mehr losgeworden. Ich vermutete, dass es daran lag, dass meine Eltern sich seitdem sehr still verhielten, ohne mich jedoch direkt anzugreifen oder Versuche zu starten, mir meine Pläne doch noch irgendwie auszureden. Es fühlte sich an wie die allseits bekannte Ruhe vor dem Sturm. Es war eine Art von Ungewissheit, bei der ich stets die Befürchtung hegte, dass die beiden schlussendlich doch noch ein Ass aus dem Ärmel ziehen würden, um mich daran zu hindern, in mein unbeschwertes, neues Leben zu starten. Vielleicht steigerte ich mich auch ...
... zu sehr in diese verschwörerischen Gedankengänge hinein und tat ihnen Unrecht. Irgendwo waren sie schließlich immer noch meine Eltern und keine vollkommenen Monster. Doch es schien alles irgendwie zu schön, um wahr zu sein. Das, was ich mir all die Jahre so sehnlich herbeigewünscht hatte, war nun praktisch zum Greifen nahe. Und ich kannte es eben nicht, dass die Dinge bei mir einfach mal positiv, ohne weitergehende Hindernisse verliefen. Dementsprechend war ich schlichtweg einfach misstrauisch. Doch ich denke das konnte man mir nicht unbedingt verübeln. Als ich gerade das untere Ende der Treppe erreicht hatte, nahm ich ein leichtes Vibrieren in meiner rechten Hand wahr. Es war eine neue Nachricht auf meinem Handy eingegangen. Ruckartig blieb ich stehen und öffnete diese hektisch. Gebannt, als hätte ich ein regenbogenfarbenes Einhorn erblickt, starrte ich auf die geschriebenen Zeilen: „Lilly, ich kann es kaum glauben, von dir zu lesen! Mein Herz hat einen richtigen Satz gemacht. Es ist echt schade, dass wir so lange nichts voneinander gehört haben und du nun wegziehen wirst. Trotzdem bin ich gespannt, wie ein Flitzebogen, mehr darüber zu erfahren und natürlich würde ich lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich nicht auch aus anderen Gründen auf dich freue. 😉 Morgen Abend habe ich auf jeden Fall Zeit. Und selbst wenn ich etwas vorgehabt hätte- ich hätte alles andere abgesagt! Wann und wo möchtest du dich treffen? Liebe Grüße, dein bereits vorfreudiger ...