-
Katjas Klofick
Datum: 20.09.2024, Kategorien: Betagt,
Es ging damit los, dass Anna nicht zur Arbeit erschien. Das passte so gar nicht zu ihr. Nach ein paar Anrufen stellte sich raus, dass sie nach einem Unfall im Krankenhaus lag. Stellvertretend übernahm Kurt als Dienstältester die Arbeitsaufteilung. Katja musste wie immer an die Kasse, diesmal jedoch allein, weil alle anderen mit auspacken und einräumen mussten. Es dauerte bis in den Vormittag, bis der Ersatz-Filialleiter für Anna kam. Kurz nach der Pause löste Nadin sie an der Kasse ab. "Du sollst mal rein zum Müller kommen", sagte sie. Katja blickte irritiert auf. "Der Neue, der für Anna einspringt. Das ist ein ganz Schlimmer, wenn du mich fragst. Der hat mich abgecheckt, dass mir ganz anders wurde." Nadins Gesicht wurde rot, als sie das sagte. "Beeil dich lieber." Ihre Worte ließen Katja nervös werden, sie beeilte sich mit dem Abkassieren, zog dann ihre Kassenbox heraus und lief eilig ins Büro. Sie tippte nervös die Kombination für die Tür ein und trat ein. "Guten Tag, sie ...?" Sie unterbrach sich, als der Mann, der mit dem Rücken zu ihr in dem schmalen Raum stand, gebieterisch den Finger hob und dabei weiter in sein Handy sprach. "Ja, geht klar, das werde ich gleich prüfen." Dann drehte er sich um und verzog die Lippen zu einem knappen Lächeln. Katja wollte ihren Gruß wiederholen, aber er schnitt ihr einfach das Wort ab. "Sie sind Katja Derengowski?" Sie nickte verhalten, während er sie prüfend ansah. Ihr Körper straffte sich wie von selbst, unbewusst ...
... zog sie den Bauch ein. Während sein Blick sie peinliche Sekunden lang ungeniert von oben bis unten taxierte, musste sie an Nadins Worte denken. Und an einige megapeinliche Dates. Ein ungutes Gefühl kroch in ihr hoch und sie schluckte trocken. "Mitkommen!" Er ging durch die Tür, und Katja stellte schnell ihre Box ins Fach, drehte sich um und folgte ihm nach draußen. Herr Müller lief straffen Schrittes vor ihr her, ohne sich umzusehen und schnippte herrisch mit dem Finger, als er meinte, dass sie zurückblieb. Er lief nach hinten, durchs Lager, wo Kurt und die anderen gerade beim Ausladen waren. Sein Weg führte geradewegs zu den Toiletten und Katja folgte ihm beklommen. Er wartete an der Tür zum Herren-WC auf Katja und schob sie vor sich hinein, bevor sie protestieren konnte. Es roch unangenehm. Katja wollte entsetzt aufbegehren, was das werden sollte, aber Herr Müller ließ ihr keine Gelegenheit dazu. Er sah sie böse an. "Diese Toilette ist ein Dreckstall und stinkt zum Himmel! Du wirst hier saubermachen, aber ganz fix, sonst wird das Konsequenzen haben", befahl er in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Ehe sie etwas erwidern konnte, drehte er sich um und ging hinaus. Katja war entrüstet. Sie war doch keine Putze! Noch dazu das Männerklo! Was bildete der sich eigentlich ein? Und wieso duzte er sie einfach? Andererseits hatte er von Konsequenzen gesprochen und Katja wusste nur zu gut, was er damit meinte. So wenig sie auch glücklich war, hier ihr Geld verdienen ...