1. Simone


    Datum: 20.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... gebrochener Mann, sondern ein beruflich ja mal erfolgreicher Kerl mit Anfang 40, dessen Körper gut in Schuss ist und der äußerlich überhaupt jemand ist, den Frauen gerne mal einen Augenblick länger anschauen. Das mag jetzt so klingen, als sei ich übertrieben stark von mir selbst überzeugt, ein Narzisst gar. Ich hoffe nicht. Jedenfalls, es gibt diese Blicke.
    
    Früher haben sie mir geschmeichelt, später waren sie mir egal, und daran hat sich auch jetzt nicht sehr viel geändert. Was sollte schon daraus werden? Abgesehen davon, dass meine Libido durch den Schock meines Lebens beinahe auf null gestellt schien -- die Mütter von Lauras Mitschülerinnen interessierten mich nicht. Zu viele von ihnen waren -- pardon -- langweilige Hausfrauen, deren Männer in der Regel viel Geld mit nach Hause brachten, während ihre Interessen sich überwiegend um Mode, Gartenpflege, die kommende Urlaubsreise oder den demnächst anzuschaffenden Hund drehten.
    
    Klar, eine ganze Reihe von ihnen sah gut aus. Schlank, gepflegt, von Yoga, Pilates oder Jogging und Tennis gut trainierte Körper. Frauen also, die man(n) nicht von der Bettkante schubsen würde. Wenn man(n) anders drauf wäre als ich nun schon lange Zeit. Nur hin und wieder, wenn sich bei mir doch so etwas wie Geilheit regte, dann stellte ich mir vor, mit einer von diesen Frauen Sex zu haben.
    
    Mit Svea etwa, einer sympathischen Frau Typ nordisch herb. In Gedanken an sie holte ich mir dann einen runter. Beim ersten Mal noch mit ein wenig schlechtem ...
    ... Gewissen, später dann nicht mehr. Aber wie gesagt: Allzu oft meldete sich dieses Bedürfnis bei mir wahrlich nicht.
    
    Dann erzählte mir Laura eines Tages von einer neuen Mitschülerin, mit der sie sich schnell angefreundet hatte und die vor Kurzem mit ihrer Mutter in unsere Stadt und unsere Nachbarschaft gezogen war. Um andere Eltern kennenzulernen, lud die Neue alle anderen Eltern an einem Freitagabend ein. Sie bewohnte ein Häuschen mit einem Garten, der groß genug war, um etwa zwei Dutzend Leute zu beherbergen. Auch die Kinder sprangen herum oder machten sich als Servicekräfte nützlich. Und für mich war das beste: Simone.
    
    Die Gastgeberin kannte meine Geschichte nicht. Unbefangen ging sie mit mir um, hatte niemals diesen Ach-der-Ärmste-Blick. Erst abends, viele waren schon gegangen, und ich konnte im Wissen, dass Laura, wie auch Simones Tochter Emma, heute bei einer Freundin übernachten würde, bleiben wie ich wollte, kamen Simone und ich auf das Thema Alleinsein zu sprechen. Da waren wir schon beide allein, die übrigen Gäste waren gegangen.
    
    „Wie schön, dass wir uns mal kennenlernen", sagte Simone, „war Lauras Mutter heute verhindert?"
    
    „Nun, sie lebt nicht mehr, Laura und ich sind zu zweit", antwortete ich und versuchte, Simone gleich den Schrecken zu nehmen, der in solchen Momenten zwangsläufig einsetzt bei denen, die ungeahnt in einer solchen Wunde stochern. „Konntest du nicht wissen, mach dir keinen Kopf." Sie schaute mich immer noch wort- und ratlos an.
    
    „Nein, ...
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