1. Simone


    Datum: 20.09.2024, Kategorien: Erotische Verbindungen,

    ... wirklich, du hast keinen Fehler gemacht", schob ich hinterher und legte ihr zum Nachdruck meine Hand auf ihren Unterarm.
    
    „Schon lange?", kam es nun schüchtern von Simone.
    
    „Lange genug, damit ich nicht losheule, wenn davon die Rede ist", sagte ich mit schiefem Grinsen. „Etwas über zwei Jahre, um genau zu sein."
    
    Pietätvoll und sensibel verzichtete Simone auf Nachfragen nach dem Wie und Warum und sagte nur, dass es ihr sehr leid tue.
    
    Ich versuchte die Situation mit einem Witzchen zu retten: „Wo wir schon dabei sind, wo ist denn deine bessere Hälfte?" Ich hatte tatsächlich noch keinen Mann gesehen, den ich Simone hätte zuordnen können. Simone holte tief Luft, dann sprudelte es aus ihr heraus: „Den gibt es nicht mehr, zumindest nicht so, wie es ihn geben sollte. Wir haben uns getrennt, weil", sie suchte eine kleine Weile wohl nach der richtigen Formulierung, „weil -- ach ich sag' dir, wie's war: Ich habe ihn rausgeworfen. Er hat mich betrogen, mehrfach, nach Strich und Faden, und am Ende auch noch mit meiner besten Freundin. Also meiner nun ehemals besten Freundin."
    
    Jetzt war es an mir, verblüfft und wortlos da zu sitzen. Doch Simone war noch nicht fertig mit ihrer Geschichte. „Zum Glück habe ich einen guten Beruf beziehungsweise schon so etwas wie eine Karriere gestartet in einer großen PR-Agentur, und als in unserer Dependance hier etwas frei wurde, habe ich meine Siebensachen gepackt und Carlotta und bin in diese Stadt hier gezogen."
    
    „Schön für dich und schön ...
    ... für diese Stadt", versuchte ich ein müdes Kompliment anzubringen. „Ich kenne mich hier aus", setzte Simone fort, „schließlich ist es meine Heimatstadt. Auch wenn ich in einem anderen Bezirk aufgewachsen bin. Und meine Eltern leben hier -- was für mich als nunmehr Alleinerziehende natürlich eine große Entlastung ist. Wie organisierst du das eigentlich?"
    
    Ich atmete tief durch. „Eigentlich habe ich so gut wie keine Lösung zum Betreuen meiner Tochter. Eine Babysitterin? Das würde sie beleidigen, sie ist ja schon groß. Für mich ist sie immer noch mein kleines Mädchen, aber mit 13 sieht sie das natürlich anders."
    
    Simone schaute mich etwas ratlos an: „Das heißt, du gehst nie aus, was ist mit Kino, Theater, Konzert, Leute treffen, vielleicht ja auch mal eine Frau?" Ich ziehe die Schultern hoch. „Tja, das ist halt so. Sozialleben außerhalb des Jobs fällt für mich derzeit aus."
    
    „Naja, nicht immer, wie wir gerade sehen", fügte Simone hinzu, „komm, ich hol uns noch was zu trinken." Sie verschwand in die Küche und ich sah ihr hinterher. Betrachtete sie aber erstmals mit einem anderen Blick als zuvor. Sah jetzt ihren federnden Gang, ihre schlanken Beine in engen Skinny-Jeans, in denen ein wirklich hübscher Po steckte, sah die dunkelblonden Haare, die ihr ein Stück über die Schulter gingen. Kurz: Ich sah in ihr zum ersten Mal eine attraktive, begehrenswerte Frau.
    
    Und als sie zurückkam ins Wohnzimmer, wohin wir mittlerweile zurückgezogen hatten, registrierte ich auch ein Strahlen ...
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