1. Ungewöhnliche Orte der Lust


    Datum: 10.11.2024, Kategorien: Sonstige,

    ... interessierte ihn nicht, wofür ich es brauchte. Auch die Miete für einen Monat, kürzer ging es nicht, störte ihn nicht. Die Anlage stand still und besser die Zeit über vermieten, als gar nicht. Wir wurden uns schnell einig und ich traf meine Vorbereitungen, die mich mehr Zeit kosteten als gedacht. Mehrere Tage hintereinander war ich dort und bereitete alles vor. Als es fertig war, war ich auf das Ergebnis stolz. Es sah besser aus als gedacht. Als Nächstes machte ich mit Patrizia einen Termin ab. Sie war selber am Telefon und sagte sofort zu. Ihr Mann war auf Geschäftsreise und von daher war es kein Problem.
    
    "Nimm eine warme Jacke mit!", gab ich ihr einen Tipp, den sie nicht verstand. Als sie mich fragte, warum, bekam sie keine Antwort von mir. Draußen war es warm genug, um keine zu brauchen. Als der Tage kommen war, fuhr ich zu dem vereinbarten Treffpunkt im Hafen, wartete dort frühzeitig auf ihr Eintreffen. Ich liebte Patrizia dafür einer jener Menschen zu sein, die es mit der Pünktlichkeit genau nahmen. Sie kam zwei Minuten vor der Zeit, parke ihr Auto und kam zu mir herüber. Ich stand vor einer Halle aus Wellblech, die wenige einladend wirkte.
    
    Patrizia rümpfte ihre Nase, als sie das Gebäude betrachtete, hatte eine dicke, warme Jacke über ihren Arm gelegt.
    
    "Hallo Patrizia!", begrüßte ich sie und wir gaben uns Küsschen auf die Wange.
    
    "Hi Ralf, ein seltsamer Ort hier!", meinte sie und sah sich in der Gegend um. Halle an Halle waren gebaut worden und es herrschte ...
    ... eine gespenstische Ruhe. Alleine ein leises Summen war zu hören.
    
    Kein Mensch war in der Gegend, wenige Autos fuhren vorbei. Es war Sonntag, ein Tag, an dem selbst hier im Hafen weniger Menschen arbeiteten, besonders um diese Zeit.
    
    "Wenig einladend. Hast recht. Normalerweise halte ich mich hier auch nicht auf. Zieh deine Jacke an, ich möchte dir was zeigen!"
    
    Man konnte Patrizia ansehen, dass sie neugierig war, als ich auf die Halle zuging, einen Schlüssel aus der Tasche zog und ins Schloss steckte. Mit wenigen Handgriffen öffnete ich die Tür, ließ Patrizia vor mir ins Gebäude gehen. Sie blieb erstaunt stehen, als sie eintrat. Vor uns war eine Art Flur, von der mehrere große, doppelte Edelstahltüren abgingen. Kühles Licht strahlte uns von den angebrachten Neonröhren entgegen, die den Raum erleuchteten. Ich schloss die Tür hinter uns und ging vor, blieb vor einem der glänzenden Türen stehen und machte sie langsam auf.
    
    "Hereinspaziert ins Wunderland!", meinte ich und unterstützte es durch eine auffordernde Geste meiner Hände.
    
    Mit großem Interesse lugte Patrizia um die Ecke und ihr kam kalte Luft entgegen, die zu Boden sank und wie bei Trockeneis über die Fliesen waberte.
    
    "Wow!", flüsterte sie in die Stille, die uns umgab, und trat in den Raum ein. Gänsehaut legte sich sofort auf ihre Haut und sie knöpfte ihre Jacke zu. Ich legte einen versteckten Schalter um und Patrizia blieb wie verzaubert stehen.
    
    Es war ein Kühlraum, eigentlich für Lebensmittel gedacht, war ...
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