1. Die Entsendung Teil 06


    Datum: 12.02.2025, Kategorien: Transen

    ... wusste, dass es keine gute Idee wäre. Wenn er sich auf sie legte beim Aufwachen, dann war die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass ihre Morgenübelkeit getriggert werden würde. Das wollte er ihr nicht antun. Stattdessen brachte er ihr ein Glas Wasser und streichelte sanft ihr langes Haar.
    
    45. Dani
    
    Endlich kam der ersehnte Morgen. Der erste Morgen, an dem ich aufwachte und mich NICHT kotzübel fühlte. Es waren jetzt fünf Wochen seit Martin gesagt hatte, dass er am liebsten das Restaurant behalten würde bis....
    
    Gleich danach hatte er bekräftigt, dass er immer noch nach seinen Kontakten suchen würde. Was er gesagt hatte, löste einen inneren Konflikt in mir aus. Ich hatte es ungemein genossen, als er es mit Inbrunst deklariert hatte, dass er süchtig nach mir sei. Gleichzeitig hatte mich eine Scheißangst erfasst, als mir klar wurde, was ihm vorschwebte. Denn sein unvollender Satz danach war nicht misszuverstehen.
    
    Er wollte mich die Schwangerschaft austragen sehen. Das hörte sich erstmal neutral an. Es folgte dann aber unweigerlich das Wort, das all meine Alarmglocken schrillen ließ. ‚Geburt' war ein Ausdruck, der mich sofort in Panik versetzte. Die dazugehörigen Assoziationen erklangen sofort in meinem Gehirn -- und es waren keine schönen Begriffe. Schmerzen, Schreien und Kreischen sowie Beginn davon mit Wehen -- das alles war mit Bildern aus Film und Fernsehen belegt, die ich immer nur mit anderen in Verbindung gebracht hatte, natürlich nie mit mir selber!
    
    Vor gut ...
    ... zwei Wochen hatte Martin jedoch Äusserungen gemacht, die mir Hoffnung gemacht hatten. Zuversicht, dass eine Rückkehr in das alte Leben möglich wäre, weil es einen indirekten Kontakt geben könnte. Mir war klar, dass Martin enttäuscht sein würde. Das tat mir auch leid. Denn ich es vor mir selbst zugeben. Ich konnte nicht abstreiten, dass ich in Martin verliebt war. Dazu kam der erregende Sex mit ihm, den ich mehr und mehr genoß.
    
    Das war die eine Seite. Die andere Facette betraf genau das, was mich in Panik versetzt hatte. Denn inzwischen konnte ich eine gewisse Ausrundung meines Bauches nicht mehr verleugnen. Und dieser Bauch würde größer und größer werden, bis es soweit war. Dabei war die Geburt noch nicht einmal das Geschehen, was mich am meisten ängstigte. Die Wörter Baby und Mutter waren nicht weniger beängstigend. Wenn überhaupt, dann hätte ich als Daniel Klose vielleicht in zehn Jahren an Kinder und an Heirat gedacht. Dazu hätte mich meine Mutter natürlich als Familienvater gesehen -- und nicht als die stillende Mutti!
    
    War es da ein Wunder, dass mir die Rückkehr in mein altes Selbst als die perfekte Flucht aus diesen beängstigenden Aussichten erschien? Ich war auf die Rolle als Elternteil in keiner Weise vorbereitet gewesen - noch weniger natürlich auf die Funktion als Mama.
    
    46. Martin
    
    Jemand hatte vor drei Wochen Fragen an den Vermieter der Wohnung gestellt, die den Weg als Mitteilung an Martin gefunden hatten. Das würde unerwünschte Aufmerksamkeit erregen, wenn ...
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