Schicksal eines Handlungsreisenden
Datum: 17.03.2025,
Kategorien:
BDSM
... bedrohliche, zweigeteilte Spitze.
Er begriff schlagartig. So einen Gegenstand hatte er mal in einem Museum gesehen. "Abführmittel" hatte ein Mitglied der Reisegruppe gefeixt. Der Eisenring war vorne offen, wo sich die beiden Enden zurückbogen und spitz zugeschliffen waren, wie sie sich jetzt auf seinen Adamsapfel richteten. Das Ganze war an einer etwa anderthalb Meter langen Holzstange befestigt. So ließ sich das Gerät von hinten über den Nacken einer Person schieben, wonach sich der Ring federnd wieder schloss. Die Büttel in mittelalterlichen Städten hatten so etwas.
Als er die Hände heben wollte, um den Ring zu betasten, zog jemand von hinten nur leicht an dem Gerät. Das reichte, um ihm die Spitze in die Haut zu pieken und ihm klar zu machen, dass das eine unerwünschte Handlung war. Er ließ die Hände wieder sinken. "Brav", hörte er es hinter sich, "und jetzt schön mitkommen." Es war wohl eine Frauenstimme, wie es sich anhörte. Joachim versuchte ruhig zu bleiben. Keinen Widerstand leisten, aber sich alles, wirklich auch jede Kleinigkeit genau einprägen, nahm er sich vor. Jetzt hatte er keine Chance, aber irgendwann würde er schon frei kommen. Kleine Hinweise könnten später helfen, seine Entführer zu ermitteln. Er war froh, mit solchen Überlegungen die Nerven behalten zu können.
Aber was konnten die von ihm wollen? Lösegeld war nicht zu erwarten. Er hatte nun wirklich keine reichen Angehörigen. Wenn es nur darum ging, die Weinladung zu rauben, dann wäre das schon ein ...
... gewisser Verlust, aber sie war gut versichert. Außerdem wäre dazu das Ganze hier nicht nötig gewesen. Er ließ sich von dem "Abführmittel" notgedrungen in die gewollte Richtung dirigieren.
Wenige Schritte neben der Straße wurden ihm erst mal die Hände auf dem Rücken gefesselt und die Augen verbunden. Das gehörte bei einer Entführung wohl dazu. Blind wie er war, konzentrierte er sich ganz auf die anderen Wahrnehmungen. Der Boden war weich und federnd. Die Luft roch würzig nach Wald, passend dazu raschelten Blätter im Wind. Er versuchte sich auf die Richtung zu konzentrieren, aber das misslang ihm, weil sie so oft wechselte, dass er die Orientierung allmählich völlig verlor. Ebenso versagte sein Zeitgefühl. Er hätte unmöglich sagen können, wie lange sie gegangen waren, als sich die Umgebung änderte.
Sie mussten aus dem Wald herausgetreten sein, er spürte, wie die Sonne ihn wärmte. Sie kam deutlich von links. Sie mussten jetzt also Richtung Norden gehen, denn es war Abend und die Sonne stand zur Zeit des Überfalls schon recht tief. Der Boden unter seinen Füßen hatte sich verändert, es ging nun über einen Kiesweg. Ein kurzer Halt, ein Quietschen wie die Angeln eines alten, eisernen Tores und weiter ging es. Vielleicht eine Minute später ging es eine Treppe hinauf und anscheinend durch eine Tür. Es wurde kühler, die Geräusche hallten. Es musste sich um einen recht großen, wohl steinernen Vorraum eines Gebäudes handeln. Der Wege müsste bald zu Ende sein.
Er spürte, wie das ...