1. Marquise - Olé ! (1. Teil)


    Datum: 28.03.2025, Kategorien: Reif

    ... Schalen, einige mit japanischem Dekor. Weiter hinten öffnete sich die Gasse zu einem Plätzchen, von dem drei Gassen weiterführten. Er nahm die mittlere, die als einzige anstieg. Oben angekommen befand er sich wieder auf einem Platz mit einem Brunnen. An einem Haus gab es Schild: "barrio gotica' stand darauf. Er folgte einer weiteren Gasse, gesäumt von Häusern mit Stufenfenstern. Dann fiel Licht durch ein grosses, offenes Tor. Er blieb fasziniert stehen, blickte er doch in einen schönen Garten. Vogelgezwitscher zog ihn hinein. Er merkte, dass er sich in einem Kreuzgang mit üppigem Garten in der Mitte stand. Links konnte er die Silhouette eines hohen Gebäudes erkennen. Er ging dorthin um zu sehen, was das sein konnte. Als er um die Ecke des Kreuzganges bog, sah ein Tor mit einer Stufe davor. Er ging hinein und zuerst war es dunkel doch langsam gewöhnten sich seine Augen an das gedämpfte Licht aus einer Vielfalt von Farben. Dann sah er die farbigen Glasfenster einer Rosette: er stand in der Kathedrale von Barcelona.
    
    Er verliess die Kirche beim Hauptportal und kam auf einen grossen Platz. An der Ecke gab es das Gran' Cafe. Eine Erfrischung könnte ja nicht schaden. Er trat ein und merkte sofort, dass es um einen bürgerlicher Treffpunkt handelte. Ältere, Zigarren rauchende Herren diskutierten, während feine Damen ein wenig gelangweilt mit abgespreiztem kleinen Finger an ihrem Kaffee schlürften. Er setzte sich an einen kleinen Tisch am Fenster und bestellte sich als ein Glas ...
    ... Freixenet. Schliesslich ist er ja gut angekommen, "auch ein guter Start ist zu feiern", dachte er. Als er das Glas zum ersten Schluck hob, sah er, dass am Nachbartisch ein Dame dasselbe tat, dabei nickte und schmunzelte, als ob sie ihm Prosit sagen wollte. Er erwiderte ihr Lächeln und an ihrem genüsslichen Spitzmund und ihrem Leuchten in ihren Augen merkte er, das der stumme Trinkspruch wirklich gegenseitig war. Dann wusste er aber nicht weiter. Weil er ja kein Spanisch, noch viel weniger katalanisch konnte, war er zu scheu den ersten Schritt zu wagen. So blickte er mal zum Fenster hinaus, mal beobachtete er heimlich die Frau. Sie war nicht mehr ganz jung aber sehr elegant. Sie merkte natürlich seine Blicke und senkte träumerisch ab und zu ihre Augenlider. Sein Glas war schon bald leer und als er ans Zahlen dachte, da kam der Kellner mit einem zweiten Glas auf dem Tablett und stellte es auf seinen Tisch. Mit einem Blick zur Dame gegenüber merkte er an ihrem Lächeln, dass sie es war, die ihm den zweiten Freixenet offerierte. Der Architekt war verblüfft und hob das Glas um ihr zu danken. Sie winkte um Ihn an ihren Tisch zu bitten. Er stand auf, nahm das Glas und ging an ihren Tisch und sagte. "iperdon! no hablo mucho espagnol". Sie erwiderte: "Et en fraçais, ça va mieux?" "Oui, ça ira beaucoup mieux, enchanté Madame et merci pour le verre." "Pas de quoi, assoyez-vous! Vous venez d'arriver?" "Oui, ce matin, je resterai une bonne semaine parce que je dois trouver à Barcelone une ...
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