-
Amina und der Jurist Ungewöhnliches Matching einer Partnersuche
Datum: 27.01.2026, Kategorien: 1 auf 1,
... Stadt starrte, die mir so viel versprochen hatte und doch so wenig hielt, war mein einziger Halt mein PC. Ich vertiefte mich in die Welt der Prostitution, die mich schon seit meiner Pubertät gedanklich magisch angezogen hatte, durchstöberte nun, wo ich Zugang zum World Wide Web hatte, die zahlreichen Erotikportale, las mich durch unzählige Foren, in denen Freier ihre Erfahrungen mit Prostituierten schilderten. Es war ein faszinierendes, wenn auch verstörendes Eintauchen in eine Subkultur, von der ich bis dahin nur punktuelle, vage Vorstellungen hatte. Ich studierte die Beschreibungen der Damen, scrollte durch Hunderte von Fotos, die mal mehr, mal weniger offenherzig waren, von verführerisch dezent bis explizit freizügig reichten, aber stets eine starke Attraktion auf mich ausübten. Es war wie eine Sucht; oft war ich so tief in diesem Kaninchenbau gefangen, dass ich beinahe mein monatliches Internet-Downloadlimit sprengte. Die Zeit verging wie im Flug, während ich mich durch die unendlichen Weiten dieses virtuellen Universums bewegte, in dem jede Frau ein unkompliziertes Versprechen zu sein schien, das in der realen Welt so schmerzhaft unerfüllt blieb. Mit diesen Bildern und Texten im Kopf legte ich mich immer wieder in mein Bett. Ich schloss die Augen und stellte mir die Begegnungen mit diesen Freudenmädchen plastisch vor. Jedes Detail wurde in meinen Tagträumen ausgearbeitet: der sanfte Ton ihrer Stimmen, die herzliche Art, wie sie mich begrüßen würden, die ...
... diskrete Bezahlung, die flüchtigen Blicke, die knisternden Gespräche, die sinnlichen Gesten, die fühlbare Nähe, die elektrisierenden Berührungen, der ungehaltene Geschlechtsverkehr. Es war ein komplexes Drehbuch, das sich immer wieder in meinem Kopf abspielte, mit mir als Hauptdarsteller in meiner eigenen, perfekten Romanze. Und während ich diese aphrodisierenden Fantasien auslebte, befriedigte ich mich selbst, ein einsamer Akt, der mir für einen kurzen Moment die Leere nahm, die ich abends und an den Wochenenden so stark empfand. Es war eine paradoxe Mischung aus Erleichterung und dem bitteren Nachgeschmack der Isolation. Besonders faszinierten mich jene Frauen, die AO-Service, also "alles ohne", das heißt Sex ohne Kondom, anboten. In einer Zeit, in der die Angst vor HIV und AIDS noch sehr präsent war, war das ein unglaublich riskantes Unterfangen. Beim damaligen Wiener Platzhirsch, einer Begleitagentur, die ihren Kunden garantierte, binnen 60 Minuten ein scharfes Sex-Date nach Hause zu liefern, kursierte sogar das Gerücht, ein HIV-positiv getestetes Callgirl würde dort weiterhin Liebesdienste offerieren. Doch genau das übte einen perversen Reiz auf mich aus. Ich fragte mich konkret, wer dies sein könnte. Doch nicht etwa Mira, eine vollbusige Rumänin, in deren Profil ich mich verschaut hatte? Ich verschlang jede Anzeige, die diesen gefährlichen Service beinhaltete, und las in den Foren die Schilderungen von Freiern, die sich genau das getraut hatten. Die Mischung aus ...