1. Flirt im Lager


    Datum: 28.01.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Natürlich nicht. Ein winziger Glanz blieb an meinem Mundwinkel, während ich mir die Knie abklopfte, meine Aktenmappe vom Boden fischte.
    
    „Du bist krank, Verena", keuchte er.
    
    „Ich weiß. Aber du liebst es doch."
    
    Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, küsste ihn flüchtig, ließ ihn seinen eigenen Geschmack kosten.
    
    Dann ging ich zurück, stolzierte durch das Lager, als wäre nichts gewesen — während er mit offener Hose gegen die Paletten lehnte, sein Herz raste so laut, dass er dachte, jeder Idiot würde es hören.
    
    Zurück am Schreibtisch grinste ich in meinen Laptop.
    
    Senfbrötchen? Tabelle? Scheiß drauf.
    
    Ich hatte den besten Snack schon gehabt. Und er wartete garantiert auf Nachschlag.
    
    Ich starrte auf meine Tastatur, aber mein Blick hing an Lasses zuckendem Becken, an seinen schwitzigen Händen, bei seinem Stöhnen, das ich fast laut in den Gang getragen hätte.
    
    Ich griff nach meinem Handy, grinste, atmete einmal tief ein — dann drückte ich auf Aufnahme.
    
    Meine Sprachnachricht an Lasse
    
    „Hey Lagerarbeiter...
    
    Weißt du, dass ich deinen Geschmack immer noch auf meiner Zunge hab?
    
    Ich sitz hier, tipp brav Kundenmails, während ich ganz genau weiß, was ich vor zwanzig Minuten in dieser dunklen Ecke zwischen den Kartons gemacht hab.
    
    Ich wette, du guckst grad die ganze Zeit, ob jemand's gerochen hat.
    
    Weißt du was? Ich trag dich jetzt mit Absicht — auf meinen Lippen, in meinem Hals, in meinem Kopf.
    
    Und heute Abend... heute Abend schluck ich dich ...
    ... wieder.
    
    Und morgen. Und übermorgen. Und immer dann, wenn du denkst, du hast mich grad genug.
    
    Küsschen, Untergang."
    
    Ich hörte es mir einmal an, grinste noch breiter, dann drückte ich auf Senden.
    
    Ein Herzklopfen später öffnete ich Caros Chat.Komm schon, Caro. Das musst du hören.
    
    Meine Sprachnachricht an Caro
    
    „So. Beichtmutter. Du kriegst das hier auch.
    
    Ja, ich hab ihm das geschickt.
    
    Ja, ich sitz hier mit 'nem Büroblazer und feuchten Höschen und ich bin keine Sekunde peinlich berührt.
    
    Und wenn du mich jetzt auslachst, schneid ich dir deine Wärmflasche auf.
    
    Hör's dir an. Und dann schreib mir, ob ich endgültig irre bin."
    
    Zehn Sekunden später kam Caros Antwort. Erst nur ein hahahahahahahaha, so lang, dass ich es zweimal runterscrollen musste.
    
    Dann eine Sprachnachricht. Ich drückte auf Play, während ich meine Füße wippend unter dem Schreibtisch versteckte.
    
    Caros Stimme in meinem Ohr
    
    „Oh mein Gott, Vee. Weißt du, was du bist? Du bist eine Gottverdammte Naturkatastrophe in Absatzschuhen.
    
    Du pustest diesem armen Typen das Hirn aus'm Schädel, während er noch Paletten stapeln muss.
    
    Ich schwöre dir, der hat ab jetzt 'nen Dauerständer im Lager.
    
    Ich liebe dich so dafür.
    
    Bitte tu mir nur einen Gefallen: Wenn du jemals wieder auf die Idee kommst, irgendeinem Typen hinterherzuheulen, der dich wie Dreck behandelt, dann hör dir das an.
    
    Du hast Moosflecken und Lagerdreck tausendmal mehr verdient als jeden feinen Maßanzug.
    
    Und jetzt? Geh da ...
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