1. Irgendwo in Südamerika


    Datum: 29.01.2026, Kategorien: Schamsituation

    Heute würde wieder ein feuchter Tag werden, denn schon jetzt war die Luft stickig und kaum zum Aushalten. Ich war gerade fertig mit dem Frühstück, da läutete es an der Tür. Als ich die Wohnungstüre öffnete, erblickte ich einen dicklichen Mann mit zwei olivgrün gekleideten Polizisten. Die beiden großen Polizisten standen breitbeinig im Hintergrund und trugen dunkle Helme. Sie hatten keine Pistolen, aber Schlagstöcke, die mich das Schlimmste befürchten ließen. „Señora Ramona de Santos? “fragte der Mann und hielt mir einen Polizeiausweis entgegen. „Ja, was wollen Sie von mir“, antwortete ich fest. „Dürfen wir eintreten?“ Ich öffnete, was sollte ich denn anderes tun, und ließ den Mann in meine Wohnung. Die beiden Uniformierten blieben an der geöffneten Türe stehen. „Ist ihr Mann hier?“ Fragte der Mann schwitzenden, durch das Treppensteigen bildete sich Schweiß auf seiner Stirn und seine Brille begann leicht zu beschlagen. „Nein, mein Mann ist auf Geschäftsreise, sagte ich, den Carlos war vor zwei Tagen im Auftrag seines Verlegers verreist. „Wo ist ihr Mann?“ „In Madrid“, antworte ich. „Der Mann schaute mich jetzt fragend an und meinte „In Madrid? – Herr de Santos hat das Land nicht verlassen!“ Was, aber rufen sie doch seinen Verleger Herrn Rodriguez Sanchez an, der kann ihnen sicher sagen, wo mein Mann ist. Mir war ganz kalt und schwindelig. Tausend Gedanken schossen durch meinen Kopf, was war mit Carlos geschehen? „Señora, bitte kommen Sie mit uns.“ „Warum sollte ich“ und ...
    ... schaute die beiden Polizisten fragend an. Ohne Vorwarnung spürte ich einen Schlag auf meiner linken Wange und schreckte zurück. „Was soll das?“ Schrie ich vor Zorn und Angst. In diesem Moment traten die Polizisten ins Zimmer und packten mich an beiden Seiten. „Abführen“, schrie der dicke, leicht lächelnd. „Bitte, lassen sie mich Telefonieren“, sagte ich jetzt ruhiger, denn ich zwang mich meine Angst zu beherrschen. „Handschellen anlegen“ sagte der Mann und schon packte einer der Polizisten meine Handgelenke und schloss diese vor mir zusammen. “Seien sie jetzt ruhig, sonst muss ich sie wieder schlagen“ sagte mir der Mann drehte sich von mir weg und verließ die Wohnung. Die beiden Polizisten schoben mich, ebenfalls aus der Wohnung, schlossen die Tür und drängten mich bestimmt die Treppe herunter. Vor der Haustüre stand ein offener olivgrüner Jeep. Auf dem Hintersitz saß Herr Sanchez der Verleger meines Mannes. Er war ebenfalls mit Handschellen gefesselt und schaute mich traurig an ohne ein Wort zu sagen. Einer der Polizisten drückte mich auf die Rückbank so dass ich an Herrn Sanchez Anstoß. Dann setzte sich der Polizist neben mich, die beiden anderen stiegen vorne ein und die Fahrt begann ins Ungewisse.„Bitte sagen Sie mir, wohin sie uns bringen, begann ich zu fragen.“ „Seien sie still, bis man sie fragt, sonst gibt es Schläge, verstanden“ herrschte mich der schwitzende Mann mit Schnauzbart und Brille an. Der Fahrtwind kühlte etwas die beginnende Hitze und da ich nur ein leichtes ...
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