1. Susanne und Martin, eine Kurzgeschichte über die Zweideutigkeit von Worten.


    Datum: 03.02.2026, Kategorien: BDSM

    ... musste jetzt erst überlegen, deshalb sagte sie: "Kann ich darüber nachdenken?" "Klar, lass dir alle Zeit der Welt und sage mir dann wie du dich entschieden hast." "Ich brauche nicht alle Zeit der Welt, sondern ich werde dir heute noch sagen wie ich entschieden habe." Antwortete sie. So trennten sie sich und Martin ging ins Gästezimmer.
    
    Scheiße, Scheiße... wie komme ich da wieder raus, dachte Susanne. Eine Scheidung wollte sie auf keinen Fall, sie liebte ihn doch. Zudem macht "im Dorf" die Runde: Martin ist ein Schlappschwanz. Bettina schleppt ihn ab, aber in ihrem Bett passiert nichts: "Er" steht nicht! Und morgens ist er einfach abgehauen! Also ist nichts passiert, er hat bei Bettina nur seinen Rausch ausgeschlafen. Susanne kam dann zu dem Schluss: Sie hätte mit ihm reden müssen, aber er war im Bett einer anderen. Somit braucht er einen kleinen Denkzettel: Sie entscheidet sich für "das offene Jahr". Sie geht zum Gästezimmer und teilt im fast geschäftsmäßig mit: "Ich entscheide mich für das offene Jahr, bist du damit einverstanden?" Klar, sagte er, ich bin der Schuldige und somit stimme ich auch zu. Mit heutigem Datum beginnt das Jahr. Haben wir sonst noch etwas zu klären? Nein, sagte sie traurig und ging. Auf dem Weg zur Küche dachte sie: Klar gab es noch jede Menge zu klären, aber seine eiskalte Zustimmung hatte in ihr alles zugeschnürt, aber sie hätte ihn am liebsten angeschrien: "Klar gibt es noch jede Menge zu klären, ich liebe dich und es hätte nie so weit kommen ...
    ... dürfen, also nimm mich in den Arm und küsse mich." Als Susanne sich wortlos umdrehte und ging, brach in Martin eine Welt zusammen: Sie wollte also ein "offenes Jahr" um sich auszutoben. Ok schauen wir mal...
    
    Nun begannen für beide unschöne Zeiten. Susanne saß alleine in "ihren" Räumen und dachte an die schönen Zeiten mit guten Gesprächen, kuscheln, zärtlichen Berührungen und dem guten Sex. Nach einer sehr kurzen Zeit hielt sie das nicht mehr aus und versuchte sich mit Ausgehen abzulenken, was überhaupt nicht klappte. Sie saß nur als "Spaßbremse" dabei und hatte nichts davon. Manchmal schaute sie so tief ins Glas, dass sie mit dem Taxi nach Hause fahren musste.
    
    Martin erging es nicht anders. Allerdings konnte er das Alleinsein ganz gut ausgleichen: Er arbeitet Tag und Nacht in der Firma. Er hatte sich eine kleine Truppe zusammengestellt, die mittels sehr gut bezahlten Überstunden liegengebliebene Rückstände aufarbeiteten und auch Neuerungen herstellten. Wenn die Mitarbeiter dann weg waren, arbeitete Martin oft bis spät in den Morgen alleine weiter. Susanne sah die Ergebnisse dieser Arbeit jeden Morgen auf dem Weg zu ihrem Büro, was ihrem angeschlagenen Gemütszustand nicht verbesserte. Zudem bemerkte sie Veränderungen im Kühlschrank: Dort lagen immer mehr Fastfood, schnelle kalte Gerichte und sonstige sehr ungesunde Lebensmittel. Er aß wenn er spät nach Hause kam ungesunde "schnelle Küche", dieses Wissen belastete sie zusätzlich: Wo sind wir hingekommen, ich muss das so ...