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Brauchtumspflege
Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM
... gute Wahl. Sich selbst dem Jokovolt ausliefern und dabei der eigenen Lust an der Erniedrigung hingeben – okay. Aber ihre ahnungslose Freundin da mit hineinziehen? Das ging nicht. So ein Mist aber auch! Für den Moment blieb Franziska nichts weiter übrig, als gute Mine zum bösen Spiel zu machen – ändern ließ sich die vertrackte Situation nicht. Obwohl es schon später Abend war, zerrte die aufgedrehte Lena sie hinaus aus der Pension. Die beiden spazierten die Hindenburgstraße hinunter und bogen bald ab in Richtung Strand. Sie fanden ein Restaurant, das noch geöffnet hatte und Franziska merkte erst jetzt, wie hungrig die lange Anreise sie gemacht hatte. Friedas Strandbar & Restaurant war mehr als gut gefüllt mit Menschen, die ihr Widersehen nach Monaten der Trennung feierten. Nach kurzer Wartezeit wurde ein Vierertisch frei, an dem sie sich niederließen. Nachdem sie bestellt hatten, legte Lena ihr Handy flach vor sich auf den Tisch. Sie hatte einen Plan der Insel aufgerufen. „Unsere Pension hat kostenfreie Gästefahrräder. Was hältst du davon, damit morgen die Insel zu erkunden. Diese Aussichtsdüne hier möchte ich mir mal anschauen“. Franziska beugte sich über das Display. „Fahrräder, Aussichtsdüne? Lena, du klingst ja wie deine Mutter, du bist doch sonst eher so der Typ für Party machen und irgendwelche Extremsportarten“. Während die Bedienung die Teller vor die beiden stellte, winkte Lena ab. „Party und Extremes? Das können wir uns hier um diese Jahreszeit wohl abschminken.“ ...
... Franziska, die für eine halbe Stunde den eigentlichen Grund ihres Krubom-Trips erfolgreich verdrängt hatte, verschluckte sich an ihrer Cola, als sie die Worte „Party und Extremes“ hörte. Lena klopfte ihr übertrieben theatralisch auf den Rücken. „Franzi, soll ich den Notarzt rufen, oder geht’s wieder?“ Bevor Franziska sich von ihrem kurzen Hustenanfall erholt hatte, kam ein Pärchen an ihren Tisch. „Alles in Ordnung hier?“ fragte die etwa Anfang Dreißig jährige. „Wir wollten eigentlich nur fragen, ob es für euch okay ist, wenn wir uns den Tisch teilen. Ist ansonsten leider alles komplett besetzt. Ich bin übrigens Wiebke und das ist Jan.“ Natürlich durften sie. Es stellt sich heraus, dass Wiebke und Jan nicht nur gebürtige Insulaner waren, sondern auch noch zu der Gruppe von Krubomern gehörten, die das ganze Jahr auf der Insel leben und arbeiten und nicht nur ab und zu vom Festland aus zu Besuch kommen. Lena ließ es sich nicht nehmen, diese „Quelle aus erster Hand“ auszuquetschen, was man auf der Insel unternehmen konnte und gesehen haben musste und die beiden ließen es sich nicht nehmen, ihre Heimat in den schönsten Farben zu bewerben. Jan erwähnte, dass speziell für die auswärtigen Touristen am nächsten Abend ein Nikolausfest mit Shanty-Chor am Hafen stattfindet. Schön weit mehrere Kilometer entfernt vom Ortszentrum, wo zeitgleich die viel interessantere Action abgeht, dachte Franziska im Stillen. Vielleicht konnte sie Lena überreden, sich diesen Hafen-Brimborium anzusehen und ...