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Brauchtumspflege
Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM
... es heute Abend ein Fest. Also ein harmloses. Ohne Schlagen. Für Touristen. Vielleicht solltest du da hin gehen.“ Eine Sekunde lang hatte sie in Erwägung gezogen, vorzuschlagen, mit Lena zusammen zum Hafenfest zu gehen. Aber sie hatte nicht diese Reise gebucht, um dann Bratwurst und Shanty-Chor zu konsumieren, während nur wenige Kilometer entfernt die Action abging, nach der sie sich so sehnte. Lena sagte nichts. War sie doch sauer? Schließlich schaute Lena ihre Freundin an. „Nein - ich bin hier, um Zeit mit dir zu verbringen. Und wenn es dir wichtig ist, an einem erniedrigenden Ritual teilzunehmen, dann werden wir uns dem zusammen unterwerfen. Ich hab ziemlich Schiss, aber das ziehen wir jetzt zusammen durch.“ Franziska war überrascht und erleichtert. Und unendlich dankbar, so eine beste Freundin zu haben. „Außerdem hast du ja Silke versprochen, ihr alles zum Krubomer Brauchtum ganz genau zu berichten“ lachte sie. An der Pension angekommen, stellten sie die Räder zurück in den Schuppen hinter dem Haus. Irene war nirgends zu sehen. Nachdem sich die beiden jungen Frauen frisch gemacht hatten, schlenderten sie los, zunächst wieder in Richtung Strand. An der Promenade herrschte eine geradezu elektrisierte Stimmung. Überall verteilt standen kleine Gruppen zusammen, redeten und lachten miteinander, oftmals mit Flaschen in der Hand zum „vorglühen“. Es waren gemischte Gruppen, etwa ausgeglichen Männer und Frauen. Aus den wenigen Wortfetzen im Vorbeigehen erahnte Franziska, dass hier ...
... „Auswanderer“ aufs Festland auf ihre Freunde trafen, die auf der Insel geblieben waren. Friedas Strandbar machte soeben zu. Heute Abend geschlossen verkündete ein Schild in der Tür. Lena und Franziska zogen Schuhe und Socken aus und gingen hinunter auf den Sandstrand. Direkt auf dem Sand stand eine Art Container. Milchbude stand daran. „Milch?“ wunderte sich Lena. „Wer verkauft denn Milch am Strand?“ Sie spazierten hinunter bis ans Wasser, das, geschützt von einer vorgelagerten Sandbank, nur sanft an den Strand plätscherte. Die Sonne ging gerade unter. Franziska schaute Lena ernst ins Gesicht. „Bist du dir sicher, dass du nicht runter zum Hafen möchtest? Noch kannst du dich umentscheiden.“ Lena schien kurz zu zweifeln, dann hellte sich ihr Gesicht auf. „Ich hasse Shanty-Chöre“ Damit war alles gesagt. Nachdem die Sonne untergegangen war, wurde es recht schnell dunkel. Zurück an der Promenade war Bewegung in die Leute gekommen. Alle schienen langsam in Richtung Ortsmitte zu strömen. Plötzlich spürte Franziska eine Hand, die auf ihren Rücken klatschte. Sie zuckte leicht zusammen. Ging es etwas schon los? Aber es war nur Wiebke. „Hallo ihr beiden. Also doch nicht der Hafen“. Es war eine Feststellung, in der drin lag, dass Franziska und Lena nun in die Gemeinschaft aufgenommen werden würden. Hinter Wiebke ging Jan und grinste leicht. In der Nähe der Kleinbahnhalle verabschiedete sich Jan mit einer Umarmung und einem kurzen Kuss von Wiebke. Der Platz vor der Kleinbahnhalle war ...