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Brauchtumspflege
Datum: 04.02.2026, Kategorien: BDSM
... bereits mehr als gut gefüllt. Irgendwo waren Lautsprecher aufgebaut, die den Platz mit Musik beschallten. Franziska ließ den Blick über die Menge schweifen. Die Frauen schienen hier leicht in der Überzahl zu sein. Kein Wunder, versammelten sich doch die Mitglieder der Krubomer Jungens gerade in der Halle, um dort auszufechten, wer der Jokovolt werden würde. „Mädels, ich hab Schmacht!“ bellte Wiebke hinter ihnen, um die Musik zu übertönen. „Kommt mit, ich lade euch ein“. Damit zog sie die beiden Freundinnen weg von der Kleinbahnhalle. Ein Stück die Straße hinunter hatten sich ein Bratwurststand und eine Getränkebude aufgebaut. Sie mussten bald zehn Minuten warten, bis sie endlich bestellen konnten. Offenbar hatten viele Leute die Idee, sich vor der Action nochmal zu stärken. Franziska hatte eigentlich vor Aufregung gar keinen Hunger, nahm die Einladung jedoch an. Lena schien froh zu sein, sich an ihrer Bratwurst im Brötchen festhalten zu können. Wiebke hingegen betrachtete das Brötchen skeptisch. „Labbrige Festland-Brötchen. Was das nur soll. Die hätten sie auch von uns bekommen können“ maulte sie. Richtig. Ihr „Brot-und-Butter-Job“ war ja in der Dünenbäckerei hier auf der Insel. Mittlerweile war es richtig dunkel geworden. Lena öffnete ihre Jacke. „Ist ja richtig mild für Anfang Dezember. Hab mich eigentlich auf Winter eingestellt“. Sie hatte recht, für die Jahreszeit war es überraschend warm. Das hätte Franziska eigentlich auch schon am Nachmittag auffallen können, ...
... während sie splitternackt am Strand spazieren war. Im Dezember. Sie schlenderten langsam die Straße entlang, links und rechts bildeten sich kleine Grüppchen, viele Hauseingänge waren hell erleuchtet und geschmückt, man konnte selbst gemalte Schilder sehen mit Sprüchen wie „Prost zum Tranke, Jokovolt“, offenbar Einladungen an eben jenen, das jeweilige Haus für einen Umtrunk zu besuchen. Wiebke warf den letzten Happen des „Festlandbrötchens“ in eine nahe stehende Mülltonne. „Du hast Recht, Lena. An so einen warmen Jokovolt kann ich mich nicht erinnern. Die Nordsee ist ein großer Wärmespeicher, deshalb wird es hier selten so richtig knackig kalt. Aber so warm Anfang Dezember, das ist schon ungewöhnlich. Wenn das mit dem Klimawandel so weiter geht, feiern wir den Jokovolt irgendwann im Badeanzug“ Sie erzählte munter weiter, wie Jan, der ja beim Küstenschutz arbeitete, viel zu tun hatte mit Maßnahmen zur Klimaanpassung, Lena hing an ihren Lippen und hörte interessiert zu. Franziskas Gedanken hingegen waren beim Wort „Badeanzug“ bereits abgedriftet. Fast alle Frauen, an denen sie vorbeikamen, trugen eng anliegende Jeans und Übergangsjacken. Nicht wenige hatten angesichts der Temperaturen die Jacken ausgezogen und über den Arm genommen. Eine interessante Vorstellung, dass die Frauen an diesem Abend stattdessen alle in Badeanzug oder Bikini durch die Straßen laufen würden. Oder warum nicht gleich komplett nackt? Die aktuellen Temperaturen würden das tatsächlich erlauben, dachte sie und ...